Winter

Wintercampen am Rubihorn

Etwas spät brechen wir in diesem Jahr zu unserem obligatorischen „Wintercampen“ auf. Trotz des nun nahenden Frühlingsanfangs und den steigenden Temperaturen wurden wir auf unserer viertägigen Wintertour keinesfalls enttäuscht – ganz im Gegenteil- es schneite jeden Tag aufs Neue und die mitgebrachten Köstlichkeiten luden zum Genießen in einer schneeweißen Idylle ein.

Ort: Deutschland/Bayern/Allgäu/Oberstdorf

Oberallgäuer Wanderweg (Oberstdorf) Seealpe / Gaisalp / Rubihorn

Dauer: 08. Bis 11.03.09 (4 Tage)

Temperaturen: -2 bis 1 °C

Essensplan: (Outdoor Kochrezepte gibt´s [intlink id="383" type="post" target="_self"]hier[/intlink])

Tag 1:

Abend: Rindersteaks mit Senf und Brot

Tag 2:

Frühstück: Rührei mit Speck und Brot

Mittag:Brot mit Konserven (Bierwurst und Leberwurst)

Abend: Wiener mit Spätzle und Sauerkraut

Tag 3:

Frühstück: Rührei mit Speck und Brot

Mittag: Brot mit Camembert „Rustique“

Abend:Bratwürste mit Kartoffelbrei und Rahmsauce

Tag 4:

Frühstück: Chocopops mit Milch, Hochzeitssuppe mit Brot

Mittag: Kartoffelbrei mit Wiener

Als Ziel unserer diesjährigen Tour haben wir uns die Oberallgäuer Alpen herausgesucht. Bereits 2006 waren wir in der Nähe unseres jetzigen Zielortes (damals Grasgehren) und wollten daher unbedingt noch einmal ins schneeweiße Allgäu zurück.Unsere Reiseroute führte uns zunächst in das ca. 350 km entfernte Oberstdorf, das vor allem aufgrund der Skisprungschanzen bestens bekannt ist.

Bei unseren Wintertouren haben wir nicht das Ziel vor Augen, möglichst viel zu Wandern, sondern vielmehr zu entspannen und uns in der herrlichen Winterlandschaft mit Glühwein und kulinarischen Köstlichkeiten aus der Outdoorküche zu verwöhnen. Daher sind wir auch auf keine feste Route fixiert und machen auch an jenen Plätzchen früher Halt, an denen es uns am besten gefällt. Wie der Name „Wintercampen“ schon sagt, steht das „Chillen“ bei einer solchen Tour im Vordergrund.

Ausgerüstet mit viel Nahrung, warmer Kleidung und Schneeschuhen fuhren wir zunächst mit der Nebelhornbahn zur ersten Station „Seealpe“. Von dort aus planten wir um oder auf das Rubihorn (1952 m) zu wandern, was sich aber nach Information eines Hüttenbesitzers aufgrund der hohen Lawinengefahr (Stufe 4) als schlechte Idee herausstellte. Zur weiteren Routenplanung bevorzugten wir es dann, unser neues geräumiges Zelt ein paar Gehminuten von der Station entfernt auf einem freien Schneefeld aufzustellen. Von dort aus bot sich ein wunderschöner Blick auf Oberstdorf und die umliegenden Dörfer an, der vor allem nachts durch die Beleuchtung ein wunderschönes Bild darstellte.Die Nachttemperaturen lagen knapp unter dem Gefrierpunkt. Die erste Nacht gab uns trotz der warmen Temperaturen keine Ruhe. Durch den immer stärker werdenden Schnee- und Graupelfall drohten unsere Eingänge komplett zu verschneien. Aus Angst um das Zelt hatten wir die ganze Nacht hinweg den Schnee mit der Schaufel beiseite räumen und die Oberflächen von der Last befreien müssen.

Am nächsten Morgen bestaunen wir die schneeweiße Pracht um uns herum, die ohnehin schon enorm war. Mit unseren Schneeschuhen an den Füßen gleiten wir nach einem kräftigen Frühstück über den Neuschnee etwas talabwärts hinab, bis wir den Oberallgäuer Rundwanderweg erreichen, der etwas besser zu begehen ist. Entlang dieser Route, immer mit Blick auf das Rubihorn, durchqueren wir einige eisige Schneepassagen, bis wir schlussendlich abseits des Weges einen traumhaften Zeltplatz mit freiem Blick auf die umliegenden Berglanschaften vorfinden.

Am Dienstag näherten wir uns immer mehr dem Rubihorn. Den ganzen Tag hinweg fiel Schnee vom Himmel, sodass wir auf dieser Reise nur sehr wenig Sonne aber dafür umso mehr Schnee zu sehen bekommen haben. Diesem Umstand verdanken wir aber unsere sehr schöne und individuelle Vorzelteinrichtung, die wir uns jeden Tag mühsam aus dem Schnee schaufelten und anschließend formten. Als Highlight gab es eine „Bar“ obendrauf.

Aufgrund des Schneereichtums und der eindrucksvollen Landschaften werden wir sicherlich im Winter noch einmal nach Bayern zurückkehren.

Von Kamil Glowatz

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