<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>www.alternativroute.de &#187; Winter</title>
	<atom:link href="http://www.alternativroute.de/category/touren/winter/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.alternativroute.de</link>
	<description>Erlebnisberichte, Bilderdatenbank und Know-How für außergewöhnliche Trekkingtouren</description>
	<lastBuildDate>Tue, 27 Dec 2011 18:02:21 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3</generator>
		<item>
		<title>Schnee satt in Hochkrimml</title>
		<link>http://www.alternativroute.de/2011/03/schnee-satt-in-hochkrimml/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=schnee-satt-in-hochkrimml</link>
		<comments>http://www.alternativroute.de/2011/03/schnee-satt-in-hochkrimml/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 31 Mar 2011 09:43:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kamil Glowatz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Winter]]></category>
		<category><![CDATA[Gerlos]]></category>
		<category><![CDATA[Hochkrimml]]></category>
		<category><![CDATA[Krimml]]></category>
		<category><![CDATA[Zillertal]]></category>
		<category><![CDATA[Zittauer Hütte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.alternativroute.de/?p=241</guid>
		<description><![CDATA[Bildergalerie: Österreich &#8211; Hochkrimml &#160; Der Wetterbericht für unsere diesjährige Schneetour sah kurz vor der Wanderung so aus: Morgens: leichter Schneefall Mittags: leichter Schneefall Abends: Schneefall Eigentlich keine schlechte Wettervorhersage ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="aligncenter" style="background-color: #f0ffff;" border="0">
<tbody>
<tr>
<td class="aligncenter" style="text-align: center; width: 700px; height: 20px; background-color: #e9b200;"><span style="font-size: small; color: #000000;"><strong><a title="Österreich – Hochkrimml" href="http://www.alternativroute.de/osterreich-hochkrimml/"><span style="color: #000000;">Bildergalerie: Österreich &#8211; Hochkrimml</span></a></strong></span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Wetterbericht für unsere diesjährige Schneetour sah kurz vor der Wanderung so aus:</p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 30px;">Morgens: leichter Schneefall<br />
Mittags: leichter Schneefall<br />
Abends: Schneefall</p>
<p style="text-align: justify;">Eigentlich keine schlechte Wettervorhersage für eine Schneeschuhtour rund um Krimml im wunderschönen Zillertal. So machten wir uns mit dem Auto auf den Weg Richtung Alpen. Nachdem wir bei Stuttgart noch einen kleinen Schlenker nach Reutlingen machen mussten um den vierten Wanderkameraden abzuholen bekamen wir eine erste Vorstellung davon, was uns Wettertechnisch erwartete.  Auf dem Weg über die Landstraße zur Autobahn sank die Sichtweite dank Nebel auf unter 50 Meter. Mit Schritttempo schlichen wir über die Landstraßen durch die Schwäbische Alb und die einzige Orientierung war lediglich ein Handynavi mit polnischem Sprachpaket. Trotz dieser Hindernisse erreichten wir die Autobahn und konnten die Reise Richtung Alpen fortsetzen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2011/11/Schneeschuh-Wandern-Hochkrimmel-4.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1195" title="Schneeschuh Wandern Hochkrimmel (4)" src="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2011/11/Schneeschuh-Wandern-Hochkrimmel-4.jpg" alt="" width="450" height="310" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Unser erstes Ziel war ein Ski-Ort namens Gerlos, eine verbaute Touristenhochburg in der mehr holländisch als Deutsch gesprochen wurde. Nach kurzer Suche und ersten Kontakten mit der einheimischen Bevölkerung hatten wir unsere Schneeschuhe vom Verleih abgeholt und fuhren weiter zur Finkauer Hütte (ca.1400 Hm) dem Startpunkt unseres Trips. Nach einem, zugegeben etwas verfrühten, einheimischen Siegerbier zogen wir im Nieselregen das Wilgerlostal hinauf zur Zittauer Hütte (ca. 2300 Hm). Schon nach den ersten Metern mussten wir feststellen, dass die Schneeschuhe zu unseren wichtigsten Ausrüstungsgegenständen gehörten, denn unmittelbar nach dem Verlassen des befestigten Wirtschaftsweges sank man sofort bis zu den Knien im nasskalten Schnee ein. Mit jedem Höhenmeter den wir emporstiegen fiel die Anzeige des Thermometers und damit auch die Sichtweite. Der Regen wurde langsam zu Schnee und der Wind peitschte die Schneeflocken wie kleine Eisdolche in unsere Gesichter. Das versteht man in den Alpen also unter „leichtem Schneefall“.</p>
<h3 style="text-align: justify;"><span style="text-decoration: underline;">Vom Regen in den Schnee</span></h3>
<p style="text-align: justify;">Wir folgten dem Tal weiter den Berg hinauf, bis wir auf ein unerwartetes Hindernis stießen. Das Tal endete an einer etwa zweihundert Meter hohen Steilwand. Diese Steilwand war alles was uns nocch von dder Hütte trennte und so machten wir uns daran, die Wand zu erklimmen. Die Stöcke wurden zu Eispickel umfunktioniert und mit unseren Schuhen hauten wir uns Stufen in den festen Schnee. Das funktionierte gut bis wir auf eine Stelle stießen an der eine Steinplatte unter dem Schnee das weiterkommen unmöglich machte. Jetzt wurde es prenzlig, ein Abstieg kam nicht mehr in Frage und ein weiterkommen war unmöglich. Uns war klar, dass wir uns in Gefahr befanden, und jeder machte sich im Kopf schon einmal mit der Möglichkeit vertraut in einer Schneehöhle zu übernachten.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2011/11/Schneeschuh-Wandern-Hochkrimmel-22.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1195" title="Schneeschuh Wandern Hochkrimmel (22)" src="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2011/11/Schneeschuh-Wandern-Hochkrimmel-22-300x225.jpg" alt="" width="450" height="310" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Nach einer gefühlten Ewigkeit in der Wand bei schwindendem Tageslicht und eisigem Wind fanden wir endlich eine Stelle an der wir die Steinplatte passieren konnten, und erklommen die Spitze der Steilwand. Oben angekommen konnten wir auch schon die Hütte sehen und mobilisierten unsere letzten Kräfte um die Hütte in völliger Dunkelheit im Schein unserer Kopfleuchten zu erreichen. Einer unserer Wanderkameraden musste die letzten Meter sogar auf allen Vieren zurück legen, da eine Schnalle an seinem Schneeschuh gerissen war und es in anderthalb Meter hohem Neuschnee anders kein Vorwärtskommen mehr gab.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Winterraum der Zittauer Hütte war spartanisch aber gemütlich eingerichtet. Ein Zehn Personen Bettenlager bot uns vier ausreichend Platz und ein Holzofen aus Vorkriegszeiten spendete eine wohlige Wärme. Abgerundet wurde lles noh durch einen Tisch mit Stühlen und einer urigen Holzvertäfelung der Wände. Überglücklich über unsere Bleibe stärkten wir uns beim Abendessen und ließen den Tag mit verschiedenen Kartenspielen ausklingen.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Die nachfolgende Karte zeigt die Schneeschuhwandertour mit Start- bzw. Endpunkt sowie der Übernachtungsstätte in der Zittauer Hütte.</em></p>
<p><iframe src="http://maps.google.com/maps/ms?hl=de&amp;mpa=0&amp;ctz=-60&amp;mpf=0&amp;ie=UTF8&amp;msa=0&amp;msid=200191185367979946764.0004a2f13cd5e41dad1fc&amp;t=m&amp;vpsrc=0&amp;z=13&amp;output=embed" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no" width="450" height="350"></iframe></p>
<h3 style="text-align: justify;"><span style="text-decoration: underline;">Weißes Pulver soweit das Auge reicht</span></h3>
<p style="text-align: justify;">Am nächsten Morgen erlebten die ersten Toilettengänger eine böse Überraschung. Es hatte die ganze Nacht über geschneit und etwa fünfzig Zentimeter Neuschnee versperrten uns den Weg nach draußen. Nachdem wir per SMS darüber informiert wurden, dass die höchst mögliche Lawinenwarnstufe für unser Gebiet herausgegeben wurde und die Sichtweite dank anhaltender Schneefälle und Nebel etwa dreißig Meter betrug war uns klar, wir saßen hier fest. Jetzt waren wir offiziell eingeschneit. Nachdem wir mit einem Telefonanruf dem Hüttenwirt der Finkauer Hütte signalisiert hatten dass es uns gut geht, taten wir das einzig sinnvolle was vier eingeschneite Männer machen konnten. Wir begannen draußen mit den Unmengen Schnee eine Schneebar zu bauen! Um den Hüttentag nicht komplett zu verschwenden griff jeder zu einer Schaufel und machte sich an ehrgeizige Projekte heran. So wurde nicht nur die Schneebar gebaut, sondern auch eine Schneehöhle gegraben in der sich vier Personen bequem aufhalten konnten. Das Richtfest wurde natürlich in der Schneehöhle gefeiert und zünftig begossen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2011/11/Schneeschuh-Wandern-Hochkrimmel-30.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1195" title="Schneeschuh Wandern Hochkrimmel (30)" src="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2011/11/Schneeschuh-Wandern-Hochkrimmel-30.jpg" alt="" width="450" height="310" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Zum Abschluss räumten wir noch den Weg zum Plumpsklo und zum Holzlager frei. In den späten Nachmittagstunden klarte das Wetter plötzlich auf und der schwindende Nebel gab uns den Ausblick auf unsere Umgebung frei. Die Hütte ist wunderschön an einem See gelegen und bietet eine spektakuläre Aussicht ins Tal durch das wir am Tag zuvor aufgestiegen waren. Durch das gute Wetter ermutigt sanden wir einen „Erkundungstrupp“, bestehend aus Heiko und Kamil aus, die eine mögliche Route für den Abstieg erkunden sollten. Uns war klar, dass wir die Tour angesichts der Schnee und Lawinenlage selbst bei gutem Wetter nicht mehr fortsetzen konnten. Als der Trupp mit guten Neuigkeiten zurück kehrte beschlossen wir am nächsten Tag den Abstieg zu wagen. Wie am Abend zuvor läuteten wir die Nacht mit Abendessen und Kartenspielen ein.</p>
<h3 style="text-align: justify;"><span style="text-decoration: underline;">Gratwanderung</span></h3>
<p style="text-align: justify;">Am nächsten Morgen zeigte das Wetter kein Mitleid mit uns. Es herrschte immer noch dreißig Meter Sichtweite und der Schneefall hatte auch nicht nachgelassen. Wir beschlossen trotz der wiedrigen Umstände den Abstieg zu wagen. Also machten wir uns und den Winterraum abreisefertig. Da wir noch auf eine Wetterbesserung im Laufe des Tages hofften, verschoben wir unseren Aufbruch auf zwei Uhr Mittags. Das war der spätest mögliche Zeitpunkt um es noch sicher im Hellen den Berg runter zu schaffen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Wetterbesserung kam nicht. Also brachen wir auf in das weiße nichts, bei dem man nicht einmal mehr sagen konnte, wo der Boden aufhört und der Himmel anfängt. Die ersten Meter konnten wir uns noch an Stöcken orientieren die zur Wegmarkierung in den Boden gerammt wurden. Dadurch kamen wir relativ zügig an die Felswand die uns zwei Tage zuvor bei dem Aufstieg so große Probleme bereitet hatte. Zu unserem Glück klarte das Wetter kurz auf und man konnte für einige Sekunden die Felswand nach einer passierbaren Stelle absuchen, bevor die nächste Wolke uns wieder jegliche Sicht nahm. So wanderten wir an der Kante der Steilwand entlang, nur um festzustellen, dass die von weitem passabel aussehenden Steigungen sich bei näherer Betrachtung als gefährlich und unpassierbar erwiesen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2011/11/Schneeschuh-Wandern-Hochkrimmel-1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1195" title="Schneeschuh Wandern Hochkrimmel (1)" src="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2011/11/Schneeschuh-Wandern-Hochkrimmel-1.jpg" alt="" width="450" height="310" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Zu allem Überfluss stießen wir noch auf ein weiteres Hindernis, die Wildgerlos, der Bach, der unser nun nicht mehr ganz so romantisches Tal formte. Nicht ahnend das Ihm dieser Bach zum Verhängnis werden könnte, versuchte unser Wanderkamerad Patrick entschlossen den Bach auf einer natürlichen Schneebrücke zu überqueren. Auf der Hälfte des Weges, gerade als wir uns aufmachten ihm zu folgen, brach er plötzlich ohne Vorwarnung bis zum Bauch in den Schnee ein. Verunsichert blieben wir stehen, keiner konnte den Ernst der Lage einschätzen, da er auch keinen Versuch unternahm sich zu befreien. Als erstes reagierte Christian und reichte Patrick seinen Wanderstock an dem er sich dann aus dem Loch ziehen konnte. Als wir in das Loch hinein sahen, erkannten wir die Gefahr in der unser Kamerad sich befand. Der Bach hatte eine etwa einen Meter hohe Höhle unter dem Eis ausgehölt in die Patrick um ein Haar gefallen wäre. Er konnte keinen Befreiungsversuch unternehmen, weil seine Beine den Boden nicht berührten. Nach diesem haarsträubenden Zwischenfall querten wir den Bach an einer sicheren Stelle und gingen respektvoller aber wesentlich entschlossener auf die Suche nach einem Abstieg.</p>
<div class="aside-toggler closed"><span class="open-aside rant">Grundinformationen zur Tour</span><span class="close-aside rant">Hier klicken um die <em>Information</em> zu verbergen</span>
                         </div><div class="bnsia aside rant closed"></p>
<p style="text-align: left;">Österreich: Hochkrimml</p>
<p style="text-align: left;">Lage: Zillertaler Alpen</p>
<p style="text-align: left;">Zeit: 4 Tage (17.03. &#8211; 20.03.2011)</p>
<p style="text-align: left;">Strecke: ca. 15 km</p>
<p style="text-align: left;">Schwierigkeit Winter: mittel bis schwer</p>
<p style="text-align: left;">Teilnehmer: Heiko, Christian, Patrick und Kamil</p>
<p style="text-align: left;">Wegpunkte: Gerlos &#8211; Krimml &#8211; Finkau &#8211; Zittauer Hütte</p>
<p style="text-align: left;">Pro: perfekte Schneeverhältnisse, Routen vielfältig zusammenstellbar, geöffnete Winterlager, gelegentliche Herausforderungen auf den Wegstrecken</p>
<p style="text-align: left;">Contra: Wegfindung im Winter schwer, Lawinengefahr, nicht immer für Scheeschuhtouren geeignet</p>
<p style="text-align: justify;"></div><script type="text/javascript">
            /* <![CDATA[ */
            jQuery( document ).ready( function(){
                jQuery( ".aside-toggler" ).click( function(){
                    jQuery( this ).toggleClass( "open" ).toggleClass( "closed" ).next( ".aside" ).slideToggle( "slow", function(){
                        jQuery( this ).toggleClass( "open" ).toggleClass( "closed" );
                    });
                });
            });
            /* ]]&gt; */
            </script>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Nach einigen hundert Metern hatten wir dann auch endlich eine Stelle gefunden an der wir den Steilhang relativ gefahrlos absteigen konnten. Es begann das übliche Spiel das wir alle nur zu gut kannten, Schneeschuhe abnehmen, am Rucksack verstauen, Trekking Stöcke einfahren, Schneeteller abmontieren. Als wir uns aufmachten den Hang langsam und kontrolliert in Serpentinen abzusteigen, erlaubte uns das besser werdende Wetter einen Ausblick auf die benachbarten Hänge, von denen schon einige Lawinen gut sichtbar vor kurzer Zeit abgegangen waren. Es würden nicht die einzigen bleiben. Bereits nach der ersten Serpentine trat Christian, der zweite Mann in unserer Kolonne ein Schneebrett los. Während wir erschrocken einen Satz zur Seite oder nach oben machten um nicht mitgerissen zu werden, rammte Christian geistesgegenwärtig seinen Trecking Stock in den Schnee um sich daran festzuhalten. Damit zerbrach er zwar einen seiner sündhaft teuren Trekking Stöcke, aber angesichts der Alternative, unter einer Lawine zu landen, war das ein vertretbares Opfer.</p>
<p style="text-align: justify;">Währenddessen bahnte sich das anfangs überschaubare Schneebrett seinen Weg ins Tal und wurde dabei immer größer und mächtiger, bis das zur amtlichen Lawine angeschwollenen Schneebrett im Tal in einer riesigen Schneestaubwolke ausrollte. Ungläubig starrten wir uns an. Wir mussten hier weg, und zwar gleich! Während Christian noch die Trümmer seines Wanderstockes im Schnee suchte machte sich Kamil, der erste in der Kolonne, daran auf dem harten Schnee den die Lawine übrig gelassen hatte den Abstieg langsam fortzusetzen. Die ersten drei Schritte sahen ganz gut aus, dann verlor er aber auf dem glatten Schnee den Halt und rutschte auf seinem Hintern den Hang ein gutes Stück hinunter. Von unserer Perspektive sah diese Art der Fortbewegung am Hang sehr vielversprechend aus. Also, Hintern in den Schnee und mit einem Wahnsinns Tempo den Berg hinunter. Innerhalb von dreißig Sekunden hatten wir den Hang der uns zwei Tage zuvor Stunden gekostet hatte bezwungen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2011/11/Schneeschuh-Wandern-Hochkrimmel-27.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1195" title="Schneeschuh Wandern Hochkrimmel (27)" src="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2011/11/Schneeschuh-Wandern-Hochkrimmel-27.jpg" alt="" width="450" height="310" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Überglücklich der Gefahr entkommen zu sein und vollgepumpt mit Adrenalin durch die wilde Abfahrt bejubelten wir unser Überleben und machten uns aus der Gefahrenzone davon. Sobald es uns sicher genug erschien stoppten wir für eine kleine Pause und gönnten uns einen dringend notwendigen Beruhigungsschnaps. Mit dem Wissen im Gepäck, dass uns nun nichts mehr passieren konnte setzten wir unseren Abstieg gut gelaunt mit Wortspielen durch das Wildgerlostal zu unserem Auto fort.</p>
<p style="text-align: justify;">Am Auto angekommen musste jetzt nur noch eine Schlafgelegenheit für die Nacht gefunden werden. Wie wir nach einem Telefonanruf herausgefunden hatten, war unsere ursprüngliche Zielhütte völlig eingeschneit und nicht einmal mehr mit dem Skido zu erreichen. Da in der Finkauer Hütte auch nichts frei war fuhren wir die umliegenden Skiorte ab um eine Unterkunft zu ergattern. Schließlich kamen wir in Gerlos in einem Bed and Breakfast Hotel unter. Nach einer (dringend) nötigen Dusche wurde das erste urige Lokal gestürmt und zur Feier des Tages gab es richtig stämmige Hausmannskost. Gesättigt pilgerten wir noch zur nächste Apres-Ski Bar und feierten bei holländischer Musik und holländischem Bier unseren Sieg über den Berg.</p>
<p style="text-align: justify;">Als wir am nächsten Morgen aus dem Fenster sahen konnten wir es nicht fassen: Strahlend schönes Wetter bei klarem, blauen Himmel. Das Wetter hätten wir für unsere Wanderung gebraucht. Timing ist eben alles. Nur mit Wiederwillen machten wir uns auf den Heimweg, aber nicht ohne noch für ein paar Schnapsschüsse anzuhalten.</p>
<p style="text-align: justify;"><em><span style="color: #808080;">Von Heiko Heller</span></em></p>
<table class="aligncenter" style="background-color: #f0ffff;" border="0">
<tbody>
<tr>
<td class="aligncenter" style="text-align: center; width: 700px; height: 20px; background-color: #e9b200;"><span style="font-size: small; color: #000000;"><strong><a title="Österreich – Hochkrimml" href="http://www.alternativroute.de/osterreich-hochkrimml/"><span style="color: #000000;">Bildergalerie: Österreich &#8211; Hochkrimml</span></a></strong></span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.alternativroute.de/2011/03/schnee-satt-in-hochkrimml/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wintercampen am Rubihorn</title>
		<link>http://www.alternativroute.de/2009/03/wintercampen-am-rubihorn/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=wintercampen-am-rubihorn</link>
		<comments>http://www.alternativroute.de/2009/03/wintercampen-am-rubihorn/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 16 Mar 2009 10:55:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kamil Glowatz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Winter]]></category>
		<category><![CDATA[Oberstdorf]]></category>
		<category><![CDATA[Rubihorn]]></category>
		<category><![CDATA[Schneeschuhwandern]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.alternativroute.de/?p=270</guid>
		<description><![CDATA[Etwas spät brechen wir in diesem Jahr zu unserem obligatorischen „Wintercampen“ auf. Trotz des nun nahenden Frühlingsanfangs und den steigenden Temperaturen wurden wir auf unserer viertägigen Wintertour keinesfalls enttäuscht – ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Etwas spät brechen wir in diesem Jahr zu unserem obligatorischen „Wintercampen“ auf. Trotz des nun nahenden Frühlingsanfangs und den steigenden Temperaturen wurden wir auf unserer viertägigen Wintertour keinesfalls enttäuscht – ganz im Gegenteil- es schneite jeden Tag aufs Neue und die mitgebrachten Köstlichkeiten luden zum Genießen in einer schneeweißen Idylle ein.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><strong>Ort:</strong> Deutschland/Bayern/Allgäu/Oberstdorf</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><strong>Oberallgäuer Wanderweg (Oberstdorf) Seealpe / Gaisalp / Rubihorn</strong></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><strong>Dauer:</strong> 08. Bis 11.03.09 (4 Tage)</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><strong>Temperaturen:</strong> -2 bis 1 °C</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><strong>Essensplan:</strong> (Outdoor Kochrezepte gibt´s <strong>[intlink id="383" type="post" target="_self"]hier[/intlink]</strong>)</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><strong><span style="text-decoration: underline;">Tag 1: </span></strong></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center;"><span style="color: #008000;">Abend: Rindersteaks mit Senf und Brot</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center;"><span style="color: #008000; text-decoration: underline;"><strong>Tag 2:</strong></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center;"><span style="color: #008000;">Frühstück: Rührei mit Speck und Brot</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center;"><span style="color: #008000;">Mittag:Brot mit Konserven (Bierwurst und Leberwurst)</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center;"><span style="color: #008000;">Abend: Wiener mit Spätzle und Sauerkraut</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center;"><span style="color: #008000; text-decoration: underline;"><strong>Tag 3:</strong></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center;"><span style="color: #008000;">Frühstück: Rührei mit Speck und Brot</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center;"><span style="color: #008000;" lang="EN-US">Mittag: Brot mit Camembert „Rustique“</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center;"><span style="color: #008000;">Abend:Bratwürste mit Kartoffelbrei und Rahmsauce</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center;"><span style="color: #008000; text-decoration: underline;"><strong>Tag 4:</strong></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center;"><span style="color: #008000;">Frühstück: Chocopops mit Milch, Hochzeitssuppe mit Brot</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center;"><span style="color: #008000;">Mittag: Kartoffelbrei mit Wiener</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Als Ziel unserer diesjährigen Tour haben wir uns die Oberallgäuer Alpen herausgesucht. Bereits 2006 waren wir in der Nähe unseres jetzigen Zielortes (damals Grasgehren) und wollten daher unbedingt noch einmal ins schneeweiße Allgäu zurück.Unsere Reiseroute führte uns zunächst in das ca. 350 km entfernte Oberstdorf, das vor allem aufgrund der Skisprungschanzen bestens bekannt ist.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Bei unseren Wintertouren haben wir nicht das Ziel vor Augen, möglichst viel zu Wandern, sondern vielmehr zu entspannen und uns in der herrlichen Winterlandschaft mit Glühwein und kulinarischen Köstlichkeiten aus der Outdoorküche zu verwöhnen. Daher sind wir auch auf keine feste Route fixiert und machen auch an jenen Plätzchen früher Halt, an denen es uns am besten gefällt. Wie der Name „Wintercampen“ schon sagt, steht das „Chillen“ bei einer solchen Tour im Vordergrund.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Ausgerüstet mit viel Nahrung, warmer Kleidung und Schneeschuhen fuhren wir zunächst mit der Nebelhornbahn zur ersten Station „Seealpe“. Von dort aus planten wir um oder auf das Rubihorn (1952 m) zu wandern, was sich aber nach Information eines Hüttenbesitzers aufgrund der hohen Lawinengefahr (Stufe 4) als schlechte Idee herausstellte. Zur weiteren Routenplanung bevorzugten wir es dann, unser neues geräumiges Zelt ein paar Gehminuten von der Station entfernt auf einem freien Schneefeld aufzustellen. Von dort aus bot sich ein wunderschöner Blick auf Oberstdorf und die umliegenden Dörfer an, der vor allem nachts durch die Beleuchtung ein wunderschönes Bild darstellte.Die Nachttemperaturen lagen knapp unter dem Gefrierpunkt. Die erste Nacht gab uns trotz der warmen Temperaturen keine Ruhe. Durch den immer stärker werdenden Schnee- und Graupelfall drohten unsere Eingänge komplett zu verschneien. Aus Angst um das Zelt hatten wir die ganze Nacht hinweg den Schnee mit der Schaufel beiseite räumen und die Oberflächen von der Last befreien müssen.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Am nächsten Morgen bestaunen wir die schneeweiße Pracht um uns herum, die ohnehin schon enorm war. Mit unseren Schneeschuhen an den Füßen gleiten wir nach einem kräftigen Frühstück über den Neuschnee etwas talabwärts hinab, bis wir den Oberallgäuer Rundwanderweg erreichen, der etwas besser zu begehen ist. Entlang dieser Route, immer mit Blick auf das Rubihorn, durchqueren wir einige eisige Schneepassagen, bis wir schlussendlich abseits des Weges einen traumhaften Zeltplatz mit freiem Blick auf die umliegenden Berglanschaften vorfinden.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Am Dienstag näherten wir uns immer mehr dem Rubihorn. Den ganzen Tag hinweg fiel Schnee vom Himmel, sodass wir auf dieser Reise nur sehr wenig Sonne aber dafür umso mehr Schnee zu sehen bekommen haben. Diesem Umstand verdanken wir aber unsere sehr schöne und individuelle Vorzelteinrichtung, die wir uns jeden Tag mühsam aus dem Schnee schaufelten und anschließend formten. Als Highlight gab es eine „Bar“ obendrauf.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Aufgrund des Schneereichtums und der eindrucksvollen Landschaften werden wir sicherlich im Winter noch einmal nach Bayern zurückkehren.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span style="color: #808080;"><em>Von Kamil Glowatz</em></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.alternativroute.de/2009/03/wintercampen-am-rubihorn/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Finnland &#8211; Oulanka Nationalpark</title>
		<link>http://www.alternativroute.de/2007/03/finnland-oulanka-nationalpark/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=finnland-oulanka-nationalpark</link>
		<comments>http://www.alternativroute.de/2007/03/finnland-oulanka-nationalpark/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Mar 2007 00:40:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kamil Glowatz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Winter]]></category>
		<category><![CDATA[Oulanka]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.alternativroute.de/?p=170</guid>
		<description><![CDATA[Im Sommer ist einer Oulanka einer meistbesuchten Nationalparks Finnlands und für Anfänger geeignet. Im Winter hingegen kann man froh sein wenn man auf dem über 90 km langen Trail überhaupt ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Sommer ist einer Oulanka einer meistbesuchten Nationalparks Finnlands und für Anfänger geeignet. Im Winter hingegen kann man froh sein wenn man auf dem über 90 km langen Trail überhaupt jemanden zu Gesicht bekommt. Durch das kontinentale Klima fallen die Temperatuen hier im Winter bis unter – 40 Grad was genau die Herausvorderung war die ich suchte.</p>
<p class="MsoNormal"><span style="text-decoration: underline;">Vorbereitung</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Da sich schnell herausstellte, dass ich wohl oder über alleine losziehen musste fing ich mit der Planung sehr früh an um auf wirklich alles vorbereitet zu sein. Meine größte Sorge waren natürlich Erfrierungen darum interessierten mich besonders Methoden die dazu beitragen würden mich warm zu halten. Begriffe wie z.B Vapor-Barrier-Liner, Windchill-Faktor, Multi-fuel-stove und FillPower waren für mich neu und scheinbar sehr wichtig für eine Wintertour unter solchen Bedingungen. Nachdem ich informiert war kaufte ich mir also den dicksten Schlafsack dem ich kriegen konnte, einen dicken Dauenparka, Schneeschuhe,einen Benzin-Kocher und nahm Kontakt mit jemandem in Finnland auf der mir einen Gepäckschlitten (Pulk) leihen konnte. Letztlich war ich mir sicher, dass ich es warmen Fusses überstehen würde.</p>
<p class="MsoNormal"><span style="text-decoration: underline;">Die Anreise</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Anfang Februar ging es los. Es ist zwar sehr dunkel zu dieser Jahreszeit aber als Student muss man sich eben nach den vorlesungsfreien Zeiten richten. Mir blieben immernoch knappe 6 Stunden Tageslicht und eine gut funktionierende Kopflampe. Von Mannheim(ca.10 Grad) ging es mit dem Bus nach Hahn(7 Grad) von dort aus per Billigflieger nach Tampere(-8 Grad). Hier besorgte ich mir bei der vorher recherchierten Adresse gereinigtes Benzin und nahm den nächsten Bus nachOulu (-18 Grad). Hier, 20 Stunden später und knapp 30 Grad kälter, stand ich nun am Bahnhof und musste drei Stunden warten bis der Bus mich nach Kuusamo bringen würde. Ich war Müde und es war kalt, ich fror, Mist. Im Kuusamo noch einmal umsteigen nach Ruka wo ich mich mit Mati traf um dem Pulk abzuholen. Nach einem Kaffee und kurzer Unterhaltung erfuhr ich, dass ich dieses Jahr erst der fünfte sei der die Route läuft. Alle heil angekommen, gute Laune bei mir!</p>
<p class="MsoNormal"><span style="text-decoration: underline;">Die Bärenrunde</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Nachdem Mati mich ohne zu fragen ins Auto gepackt hatte und mich zu meinem Ausgangspunkt gefahren hatte, machte er mich mit dem Pulk vertraut und verließ mich dann grinsend mit den Worten, „ Beware of the wolves“. Ich wusste er scherzt trotzdem machte ich mir Gedanken wie lange es wohl dauern würde die Magnesium Fackel auf meinem Schlitten zu ziehen.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Ich war recht müde von der Anreise und als ich nach einer Stunde beschloß mein Lager aufzuschlagen war die Sonne auch schon im Begriff unterzugehen. Es wurde mir sehr schell sehr kalt und ich war froh über meine riesige Daunenjacke. Alles dauert länger in dieser Kälte und diesen Schneemassen. Winterheringe im Schnee eingraben, Schnee schmelzen, ein Feuer machen. Als ich nach einem Heißen Abendessen in Schlafsack krieche zeigt der Thermometer – 32 Grad. Meine erste wirklich kalte Nacht im Zelt.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Am Morgen fühlt nich mein Gesicht komisch an aber es geht schnell vorbei. Ich bemerke eine dicke Eiskruste rund um die Öffnung meines Schlafsacks. Während der Nacht ist mein Atem direkt als er auf den Stoff des Schlafsacks traf gefroren, ich mehme mir vor morgen kontrollierter zu atmen.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Der Pfad führt mich entlang verschneiter Seen und immer weiter in den Wald hinein. Es ist für mich ungewohnt ohneRucksack unterwegs zu sein und einen Schlitten hinter mir her zu ziehen aber ich freunde mich schnell damit an. Auf geraden Strecken ist es wirklich eine erleichterung. Einen Nachteil hat der Schlitten wenn es viel bergauf &#8211; und ab geht. Ich hätte ihn oft gerne gegen meinen Rucksack eingetauscht. Der dichteMischwald will kein Ende nehmen und so wandere ich 2 Tage bis ich endlich den Oulankajoki (Fluss) erblicke. Über zugefrorene Hängebrücken überquere ich reißende Bäche und sehe die ersten Rentiere. Kompass und Karte sind jetzt ständig im Gebrauch ich will mich nicht verlaufen und wertvolles Tageslicht verbrauchen. Ich genieße die Stille und die schöne Landschaft als ich jedem Tag aufs neue dem Flussin einigem Abstand folge. Alles ist wie gezuckert und das einzige was ich höre sind meine Schneeschuhe die mich über den Tiefschnee tragen.Es ist etwas wärmer geworden mein Therometer Zeit nur noch 18 unter Null.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span style="text-decoration: underline;">Die großen Seen und Tunturi</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Am fünften Tag führt mich mein Pfad weg vom Fluss und es wird bergiger. Ich verfluche den Schlitten. Abends finde ich eine Hütte und freu mich über einen Holzofen und Plusgrade. Die Hütte ist geräumig und ich trockne alle meine Gefroren Klamotten, Wasche mich mit heißem Wasser vom Ofen und entspanne mich, die letzten Tage waren kräftezehrend. Nun öffnet sich die Landschaft und ich kürze über große Seen ab um nicht im Wald laufen zu müssen. Eine tolle Erfahrung auf einem riesigen zugefrorenen See zu stehen, diese Weite. Ich hatte mich vorher natürlich erkundigt und mir wurde eine minimale Eisdicke von 40 cm versichert. Teile der Weges sind nun von Schneemobilspuren versehen. Ich komme gut voran aber es ist mit – 28 Grad tagsüber so kalt das sogar meine Wimpern einfrieren. Es geht die nächsten zwei Tage immer etwas bergauf und ich erblicke vor meiner letzten Nacht eine Hütte auf einem Tunturi in der Nähe (ein Tunturi ist etwa 500-900 Meter hoch und hat am Gipfel keine Bäume). Nach dem schweren Aufstieg im Tiefschnee nehme ich die Hütte in Beschlag, schreibe mich in das Hüttenbuch und schieße Fotos bis der Akku leer ist. Es war eine aufregende und zugleich beruhigende Erfahrung 8 Tage in Finnlands kalter Wildnis zu verbringen.Als ich im Bus zurück nach Oulu sitzte reflektiere ich die vergangene Woche und denke mir: Hier war ich nicht zum letzte mal!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.alternativroute.de/2007/03/finnland-oulanka-nationalpark/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

