<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>www.alternativroute.de</title>
	<atom:link href="http://www.alternativroute.de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.alternativroute.de</link>
	<description>Erlebnisberichte, Bilderdatenbank und Know-How für außergewöhnliche Trekkingtouren</description>
	<lastBuildDate>Sun, 22 Apr 2012 17:06:47 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.2</generator>
		<item>
		<title>Neuschnee an Ostern in den Appenzeller Alpen</title>
		<link>http://www.alternativroute.de/2012/04/neuschnee-an-ostern-in-den-appenzeller-alpen/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=neuschnee-an-ostern-in-den-appenzeller-alpen</link>
		<comments>http://www.alternativroute.de/2012/04/neuschnee-an-ostern-in-den-appenzeller-alpen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 06 Apr 2012 11:50:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kamil Glowatz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Winter]]></category>
		<category><![CDATA[Appenzeller Alpen]]></category>
		<category><![CDATA[Bollenwees]]></category>
		<category><![CDATA[Brülisau]]></category>
		<category><![CDATA[Hundstein]]></category>
		<category><![CDATA[Zwinglipass]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.alternativroute.de/?p=1793</guid>
		<description><![CDATA[&#160; Bildergalerie: Schweiz &#8211; Appenzeller Alpen Brülisau &#160; Nachdem wir letztes Jahr ein richtiges Abenteuer bei unserer Schneeschuh-Tour im Zillertal erlebten, sollte es dieses Jahr ein weiteres Mal zum Winterwandern ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<fb:like href='http://www.alternativroute.de/2012/04/neuschnee-an-ostern-in-den-appenzeller-alpen/' send='true' layout='standard' show_faces='true' width='450' height='65' action='like' colorscheme='light' font='lucida+grande'></fb:like><p>&nbsp;</p>
<table class="aligncenter" style="background-color: #f0ffff;" border="0">
<tbody>
<tr>
<td class="aligncenter" style="text-align: center; width: 700px; height: 20px; background-color: #e9b200;"><span style="font-size: small; color: #000000;"><strong><a title="Schweiz – Appenzeller Alpen" href="http://www.alternativroute.de/schweiz-appenzeller-alpen-brulisau/"><span style="color: #000000;">Bildergalerie: Schweiz &#8211; Appenzeller Alpen Brülisau</span></a></strong></span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Nachdem wir letztes Jahr ein richtiges Abenteuer bei unserer Schneeschuh-Tour im Zillertal erlebten, sollte es dieses Jahr ein weiteres Mal zum Winterwandern gehen. Als Ziel suchte uns Christian die schönen Appenzeller Alpen in der Schweiz raus.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Die nachfolgende Karte zeigt die Schneeschuhwandertour mit Start- bzw. Endpunkt sowie der Übernachtungsstätten Hundstein- und Zwinglipasshütte.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><iframe src="http://maps.google.de/maps/ms?msa=0&amp;msid=204930338249541684470.0004be2f1bc2fa2bc2e0a&amp;ie=UTF8&amp;ll=47.264981,9.417451&amp;spn=0.062614,0.083041&amp;t=p&amp;output=embed" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no" width="450" height="350"></iframe><br />
<small><a style="color: #0000ff; text-align: left;" href="http://maps.google.de/maps/ms?msa=0&amp;msid=204930338249541684470.0004be2f1bc2fa2bc2e0a&amp;ie=UTF8&amp;ll=47.264981,9.417451&amp;spn=0.062614,0.083041&amp;t=p&amp;source=embed">Appenzeller Alpen Brülisau</a> auf einer größeren Karte anzeigen</small></p>
<p style="text-align: justify;">Am (Kar-)Freitag morgen ging es schon um 6.30 Uhr bei strömendem Regen los Richtung Schweiz. Vollgepackt mit Rucksäcken, Proviant, Schneeschuhen, Lawinenschaufeln und etwas Berg-Schnaps waren wir dann nach ca. 3 Stunden in dem kleinen Örtchen Brülisau angekommen. Dort stellten wir unser Auto am Parkplatz an der Gondel, die Touristen hoch auf den Hohen Kasten bringt, ab und begannen unsere Tour am Ende eines Versorgungsweges, der bereits einen steilen Aufstieg ankündigte. Zu Beginn warteten wir noch durch leichten Schnee, doch schon bald mussten wir unsere Schneeschuhe anschnallen. Der Schnee wurde mehr und das Gelände immer steiler&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Nach weiteren 1,5 Stunden erreichten wir die erste bewirtschaftete Hütte (Plattenbödeli), die wir allerdings links liegen ließen.<br />
<a href="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2012/04/20120408_134702.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1700" title="Plattenbödeli" src="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2012/04/20120408_134702.jpg" alt="Plattenbödeli" width="450" height="310" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Es ging vorbei an noch vollkommen zugeschneiten Almen, über weite Talebenen und durch schöne Fichtenwälder bis zur Bollenwees-Hütte (1471m), die an diesem Oster-Wochenende sogar schon bewirtschaftet war.<br />
<a href="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2012/04/20120408_133902.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1700" title="Säntisersee" src="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2012/04/20120408_133902.jpg" alt="Säntisersee" width="450" height="310" /></a><br />
Nach einer kurzen Einkehr und einem netten Plausch mit dem ortsansässigen Hüttenwirt ging es von dort durch immer tiefer werdenden Schnee weiter hinauf zur Hundsteinhütte (1500m). Die wunderschöne Landschaft kam immer mal wieder zum Vorscheinen und ließ durchblicken, wie toll und herrlich diese Bergwelt hier ist. Es erwartete uns nach einer rund dreistündigen Wanderung eine großzügige, saubere und nett eingerichtete Hütte, die wir mal wieder für uns allein hatten.</p>
<p><a href="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2012/04/20120406_153409.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1700" title="Bollenwees am Fälensee" src="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2012/04/20120406_153409.jpg" alt="Bollenwees am Fälensee" width="450" height="310" /></a></p>
<h3 style="text-align: justify;"><span style="text-decoration: underline;">Viel Neuschnee über Nacht</span></h3>
<p style="text-align: justify;">Der nächste Tag stand im Zeichen von starkem Schneefall und Nebel. Über Nacht hatte es ordentlich geschneit und das sollte auch den ganzen Tag so weiter gehen. Nichts desto trotz ging es gegen 10 Uhr los zum Zwinglipass. An diesem Tag sollten wir rund vier Stunden unterwegs sein. Der Weg führte vorbei an einem See, an Almen und durch ein enges Tal, an dem sich links und rechts die mächtigen Berge (Altmann und Hundstein) aufragten. Wir bahnten uns den Aufstieg zum Pass durch den Tiefschnee und orientierten uns aufgrund der sehr schlechten Sicht vornehmlich mit Kompass und Karte.<br />
<a href="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2012/04/20120408_093014.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1700" title="Schneefall" src="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2012/04/20120408_093014.jpg" alt="Schneefall" width="450" height="570" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Der Weg hoch zum Zwinglipass bis auf 2011m war anstrengend, aber schön. Vor allem durch den tiefen Schnee und die komplette Einsamkeit wurden unsere Erwartungen mehr als erfüllt. Oben auf dem Pass angekommen wurde die Sicht noch schlechter und die Orientierung zu behalten wurde eine echte Herausforderung. Nach ein paar weiteren Metern sollten wir laut Karte die Hütte erreicht haben. Doch aufgrund des Nebels war einfach keine Hütte ausfindig zu machen. Wir warteten einige Zeit, bis sich der Nebel verzog, und siehe da&#8230;. die Zwinglipasshütte (1999m) war nur wenige Meter vor uns! Aufgrund der unangenehmen Witterung mit Neuschnee, Nebel und starkem Wind waren wir froh, als wir unser Tagesziel erreicht haben. Wir schaufelten die Hütte und die Toilette von meterhohem Schnee frei und genossen auch diesen Abend mit gutem Essen und gemütlichem Beisammen-Sitzen am warmen Ofen.</p>
<p><a href="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2012/04/Freischaufeln-der-Toilette-Zwinglipass-2.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1700" title="Zwinglipasshütte" src="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2012/04/Freischaufeln-der-Toilette-Zwinglipass-2.jpg" alt="Zwinglipasshütte" width="450" height="310" /></a></p>
<h3 style="text-align: justify;"><span style="text-decoration: underline;">Eisige Temperaturen am Zwinglipass</span></h3>
<p style="text-align: justify;">Leider war auch am nächsten Tag zu Beginn das Wetter nicht besser, woraufhin wir wieder in heftigem Schneetreiben den Weg zurück Richtung Brülisau antraten (selber Weg zurück). Der Wind peitschte den Schnee so gegen unsere Brillen, dass wir kaum noch etwas sehen konnten.</p>
<p><a href="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2012/04/20120407_120332.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1700" title="Nebel Aufstieg Zwinglipass" src="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2012/04/20120407_120332.jpg" alt="Nebel Aufstieg Zwinglipass" width="450" height="310" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Erschwerend kam dichter Nebel hinzu, der eine Orientierung nahezu unmöglich machte. Zumindest wussten wir, dass wir wieder ins Tal absteigen mussten. Durch den ganzen Neuschnee war die Lawinengefahr relativ hoch, weshalb wir uns eine sichere Route für den Abstieg vom Zwinglipass suchten. Immer wieder hörten wir, wie sich Lawinen von den hohen Felsen gelöst haben. Auch in den frühen Morgenstunden sind einige Lawinen ausgebrochen. Dennoch blitzte ab und an die Sonne durch und zum Abschluss wurden wir für unsere Mühen mit wirklich schönem Wetter belohnt. Nach ca. 5,5 Stunden haben wir den Abstieg nach Brülisau geschafft. Die Strapazen des letzten Tages waren uns anzusehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Insgesamt war das wieder eine klasse Tour, die viel Spaß bereitet hat und aufgrund des vielen Schnees und der schönen Hütten auch wieder etwas ganz Besonderes war. Die Gegend um Appenzell werden wir sicher nochmals besuchen – gerne auch im Sommer.</p>
<div class="message_box info_box">
<p class="message_box_sign info_box_sign">Info</p>
</p>
<p><strong>Informationen zur Tour</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Schweiz: Brülisau (Grenzgebiet zu Österreich)</p>
<p style="text-align: justify;">Lage: Appenzeller Alpen</p>
<p style="text-align: justify;">Zeit: 3 Tage (04.04. &#8211; 06.04.2012)</p>
<p style="text-align: justify;">Strecke: ca. 23 km</p>
<p style="text-align: justify;">Schwierigkeit Winter: mittel bis schwer</p>
<p style="text-align: justify;">Teilnehmer: Christian, Kamil und Patrick</p>
<p style="text-align: justify;">Wegpunkte: Brülisau &#8211; Plattenbödeli &#8211; Sämtisersee &#8211; Bollenwees &#8211; Hundsteinhütte &#8211; Fälensee &#8211; Zwinglipass &#8211; Zwinglipasshütte</p>
<p style="text-align: justify;">Pro: perfekte Schneeverhältnisse, Routen vielfältig zusammenstellbar, geöffnete Winterlager, herausfordernder Aufstieg zum Zwinglipass</p>
<p style="text-align: justify;">Contra: Lawinengefahr durch steile Berge, Wegfindung im Winter schwer, ggf. Seeüberquerung im Winter möglich</p>
<p>
</div>
<p style="text-align: justify;"><em><span style="color: #808080;">Von Patrick Böttcher</span></em></p>
<table class="aligncenter" style="background-color: #f0ffff;" border="0">
<tbody>
<tr>
<td class="aligncenter" style="text-align: center; width: 700px; height: 20px; background-color: #e9b200;"><span style="font-size: small; color: #000000;"><strong><a title="Schweiz – Appenzeller Alpen" href="http://www.alternativroute.de/schweiz-appenzeller-alpen-brulisau/"><span style="color: #000000;">Bildergalerie: Schweiz &#8211; Appenzeller Alpen Brülisau</span></a></strong></span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.alternativroute.de/2012/04/neuschnee-an-ostern-in-den-appenzeller-alpen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mit Schneeschuhen zum Hohen Fraßen</title>
		<link>http://www.alternativroute.de/2012/03/mit-schneeschuhen-zum-hohen-frasen/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=mit-schneeschuhen-zum-hohen-frasen</link>
		<comments>http://www.alternativroute.de/2012/03/mit-schneeschuhen-zum-hohen-frasen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 05 Mar 2012 17:28:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kamil Glowatz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Winter]]></category>
		<category><![CDATA[Bludenz]]></category>
		<category><![CDATA[Fraßenhütte]]></category>
		<category><![CDATA[Hoher Fraßen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.alternativroute.de/?p=1833</guid>
		<description><![CDATA[&#160; Bildergalerie: Österreich &#8211; Bludenz Hoher Fraßen &#160; Bevor diese Schneeschuhtour überhaupt richtig begonnen hat, gab es bereits den ersten emotionalen Disput. Drei Personen mit drei verschiedenen Meinungen, was wohl ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<fb:like href='http://www.alternativroute.de/2012/03/mit-schneeschuhen-zum-hohen-frasen/' send='true' layout='standard' show_faces='true' width='450' height='65' action='like' colorscheme='light' font='lucida+grande'></fb:like><p>&nbsp;</p>
<table class="aligncenter" style="background-color: #f0ffff;" border="0">
<tbody>
<tr>
<td class="aligncenter" style="text-align: center; width: 700px; height: 20px; background-color: #e9b200;"><span style="font-size: small; color: #000000;"><strong><a title="Schweiz – Appenzeller Alpen" href="http://www.alternativroute.de/osterreich-bludenz/"><span style="color: #000000;">Bildergalerie: Österreich &#8211; Bludenz Hoher Fraßen</span></a></strong></span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Bevor diese Schneeschuhtour überhaupt richtig begonnen hat, gab es bereits den ersten emotionalen Disput. Drei Personen mit drei verschiedenen Meinungen, was wohl die beste Abfahrtszeit sei: Christian T. wollte aufgrund früherer Erfahrungen sehr früh losfahren (5:30 Uhr), Heiko zumindest ein bisschen später und ich, Christian S., am besten nicht vor 12 Uhr. Nach einigem Hin- und Her einigten wir uns auf 6 Uhr morgens.</p>
<p style="text-align: justify;">Einigermaßen pünktlich machten wir uns auf dem Weg nach Radolf-Zell, um unseren vierten Mann, Simon, einzusammeln. Dort angekommen, mussten wir feststellen, dass man tunlichst nur auf eine Routenanweisung hören sollte: Entweder auf das Navi oder auf einen mehr oder weniger Ortskundigen. Da unser Fahrer mal auf die Technik und mal auf den Ortskundigen hörte, fuhren wir wohl einen nicht so optimalen Weg zu unserem Zielort: Bludenz im schönen Vorarlberg in Österreich.<br />
<a href="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2012/03/Sonnenuntergang-Alpen-Kopie.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1700" title="Sonnenuntergang Alpen" src="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2012/03/Sonnenuntergang-Alpen-Kopie.jpg" alt="Sonnenuntergang Alpen" width="450" height="310" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Ausgangspunkt unserer 2-tägigen Schneeschuhtour war die um diese Jahreszeit verlassene Talstation der Muttersberg-Seilbahn in Bludenz auf 570 Meter Höhe. Strahlender Sonnenschein und ein recht schneeloser Blick vom Tal auf den Berg ließ uns zweifeln, ob wir unsere Schneeschuhe überhaupt mitnehmen sollten. Wir entschieden uns für die Schneeschuhe und zuerst einmal auch für den falschen Weg. Nach 15 Minuten ging der vermeidliche Weg nicht mehr weiter und wir mussten umkehren. Zurück an der Talstation fanden wir den richtigen Pfad und machten uns auf den Weg: Über die Bergstation der Muttersberg-Seilbahn zur Fraßen-Hütte auf 1725 Metern Höhe.</p>
<p style="text-align: justify;">Die erste Hälfte des Aufstiegs gestaltete sich recht einfach; gute Wege und relativ wenig Schnee ließen uns gut vorankommen. Nach ca. 1,5 Stunden mussten wir dann aber doch feststellen, dass deutlich mehr Schnee lag, als man im Tal vermutet hätte. Mit den untergeschnallten Schneeschuhen ging es auch weiterhin recht entspannt nach oben.<br />
<a href="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2012/03/Berge-Kopie.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1700" title="Berge" src="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2012/03/Berge-Kopie.jpg" alt="Berge" width="450" height="310" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Irgendwann war es dann dem in der Zwischenzeit doch recht hohem Schnee geschuldet, dass wir nach der Bergstation nicht mehr den eigentlichen Wanderweg gingen, sondern uns frei im Gelände bewegten. Die Steigungen wurden deutlich stärker, der Schnee tiefer und matschiger und daher das Vorankommen anspruchsvoller. Christian und Simon spurten den Weg nach Kräften, so dass auch ein Anfänger wie ich einigermaßen mithalten konnte.</p>
<p style="text-align: justify;">Etwa eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang erreichten wir erschöpft die Fraßen-Hütte und genossen das Alpenglühen und die tolle Aussicht ins Tal. Nach einem kurzen Abendessen krochen wir gegen 21 Uhr schnell in unsere Schlafsäcke und sammelten Kräfte für den kommenden Tag.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Plan für den nächsten Morgen sah den Aufstieg zum Gipfel des Hohen Fraßen auf 1979 Metern Höhe vor.<br />
<a href="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2012/03/Gipfelkreuz-Sonnenuntergang-Kopie.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1700" title="Hoher Fraßen Gipfel" src="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2012/03/Gipfelkreuz-Sonnenuntergang-Kopie.jpg" alt="Hoher Fraßen Gipfel" width="450" height="580" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Soweit ich das beurteilen kann waren die Bedingungen perfekt: Der Schnee war von den niedrigen Temperaturen der Nacht noch fest und die Sonne schien. Die 250 Meter zum Gipfel konnten daher in ca. 25 Minuten geschafft werden. Nach einem gemütlichen Mittagessen beim Gipfelkreuz rutschten wir auf dem Hosenboden den Berg herunter und überlegten uns, wie wir den restlichen Tag verbringen konnten.<br />
<a href="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2012/03/Rutschen-Kopie.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1700" title="Schneerutschen" src="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2012/03/Rutschen-Kopie.jpg" alt="Schneerutschen" width="450" height="310" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Animiert vom Höhlenbau einer letzten Tour wurde schnell eine Beschäftigung gefunden. Auf der Sommerterrasse der Fraßen-Hütte hatte sich ein Schneeberg von knapp zwei Metern Höhe angehäuft, den es zu unterhöhlen galt. Stundenlang schleppten Heiko, Christian T., Simon und ich Schneeladungen und bauten eine mehr als eindrucksvolle Schneehöhle. Am Ende konnten wir vier angenehm in der Höhle sitzen und an einigen Stellen sogar stehen.<br />
<a href="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2012/03/Schneehöhle-2-Kopie.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1700" title="Schneehöhle" src="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2012/03/Schneehöhle-2-Kopie.jpg" alt="Schneehöhle" width="450" height="350" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Der nahende Abend wurde bei einem zünftigen Essen und diversen Kartenspielen verbracht. Am nächsten Morgen machten wir uns zeitig an den Abstieg, wobei wir teilweise recht unkonventionell den Berg runterrutschten. Alles im allen eine tolle Tour, die auch bei mir die Lust auf mehr geweckt hat.</p>
<p style="text-align: justify;"><em><span style="color: #808080;">Von Christian Schultze</span></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<table class="aligncenter" style="background-color: #f0ffff;" border="0">
<tbody>
<tr>
<td class="aligncenter" style="text-align: center; width: 700px; height: 20px; background-color: #e9b200;"><span style="font-size: small; color: #000000;"><strong><a title="Schweiz – Appenzeller Alpen" href="http://www.alternativroute.de/osterreich-bludenz/"><span style="color: #000000;">Bildergalerie: Österreich &#8211; Bludenz Hoher Fraßen</span></a></strong></span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.alternativroute.de/2012/03/mit-schneeschuhen-zum-hohen-frasen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Auf den Spuren von Bear Grylls &amp; Co.</title>
		<link>http://www.alternativroute.de/2011/05/auf-den-spuren-von-bear-grylls-co/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=auf-den-spuren-von-bear-grylls-co</link>
		<comments>http://www.alternativroute.de/2011/05/auf-den-spuren-von-bear-grylls-co/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 18 May 2011 09:29:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kamil Glowatz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sommer]]></category>
		<category><![CDATA[Survival]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.alternativroute.de/?p=229</guid>
		<description><![CDATA[Outdoor Shows wie “Man vs. Wild”, “Survivorman” oder “Dual Survival” sind in aller Munde und erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Das dort gezeigte Überlebenstraining entspricht nun aber überhaupt nicht unserer üblichen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<fb:like href='http://www.alternativroute.de/2011/05/auf-den-spuren-von-bear-grylls-co/' send='true' layout='standard' show_faces='true' width='450' height='65' action='like' colorscheme='light' font='lucida+grande'></fb:like><p style="text-align: justify;">Outdoor Shows wie “Man vs. Wild”, “Survivorman” oder “Dual Survival” sind in aller Munde und erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Das dort gezeigte Überlebenstraining entspricht nun aber überhaupt nicht unserer üblichen Art des (hightec) Trekkings. Darum dachten wir uns, es sei an der Zeit, dass wir auch mal losziehen, um unsere Fertigkeiten einem Praxistest zu unterziehen.</p>
<p><a href="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2011/05/Aufwärmen.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1229" title="Aufwärmen" src="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2011/05/Aufwärmen-300x225.jpg" alt="Aufwärmen" width="450" height="320" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">An einem Sonntagmorgen fuhren wir in den schönen Pfälzerwald um dort 24 Stunden auszuprobieren, wie man mit Reibung Feuer macht, eine Notunterkunft baut und eine Nacht ohne Schlafsack auf dem Waldboden verbringt. Alles was wir im Gepäck hatten war ein Messer, Feuerstahl, Regenbekleidung, Wasser und das „Wissen“ aus einigen der oben zitierten Shows. Um die Sache nicht ganz Spaßfrei zu machen kamen noch vier Steaks, Watte (fürs Feuer) und ein Flachmann dazu.</p>
<p><a href="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2011/05/Feuer.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1232" title="Feuer" src="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2011/05/Feuer-300x225.jpg" alt="Feuer" width="450" height="320" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Nach einer Stunde wandern kündigt sich mit einem Donner das vorhergesagte Gewitter an und wir beschlossen mit dem Bau der Notunterkunft anzufangen. Wir bauten eine simple Schrägdachkonstruktion die gerade genug Platz bot um zu Zweit darunter zu liegen. Als Dach verwendeten wir Unmengen von Buchenzweigen mit Blättern die ein kürzlich gefällter Baum für uns bereitstellte. Der Regen kam schneller als uns lieb war und wir stellten fest, dass unser neues Zuhause nicht wirklich wasserdicht war. Wir vermissten die Goretex-Membran in den Buchenblättern. Den bald darauf kräftig einsetzenden Hagelschauer hielt es allerdings vorzüglich ab.</p>
<p><a href="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2011/05/Hagelschauer.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1233" title="Hagelschauer" src="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2011/05/Hagelschauer-300x225.jpg" alt="Hagelschauer" width="450" height="320" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Mittlerweile hatte sich der Boden der Unterkunft teilweise zu Matsch verwandelt und mit dem nassen Holz konnten wir ein Reibungsfeuer praktisch vergessen. Jetzt kam der Feuerstahl zum Einsatz. Um an trockenes Zunderholz zu kommen schnitzten wir wie gelernt die nasse Oberfläche von herumliegenden Zweigen ab und versuchten die so gewonnen trockenen Späne mit Funken zu entzünden. Unmöglich! Nach einer knappen Stunde behalfen wir uns mit Watte um endlich ein Feuer zu entzünden. Die Steaks schmeckten besser als bei einem Grillfest.</p>
<p><a href="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2011/05/Steaks.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1236" title="Steaks" src="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2011/05/Steaks-300x225.jpg" alt="Steaks" width="450" height="320" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Da immer noch häufig Schauer auf uns niedergingen und nichts mehr trocken war, beschlossen wir gegen Abend, dass eine Übernachtung bei nassen 6 Grad keine gute Idee ist und wir vielleicht unter besseren Bedingungen noch eineen Versuch starten sollten. Als wir den verfrühten Heimweg antreten finden wir dennoch, dass wir gute Arbeit geleistet haben und einen schönen Tag hatten.</p>
<p><a href="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2011/05/fe_neustadt1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1232" title="Survival Pfalz" src="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2011/05/fe_neustadt1.jpg" alt="Survival Pfalz" width="450" height="260" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das Fazit unseres Trips:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">1. Einen wasserdichten Unterstand ohne Hilfsmittel zu bauen ist beim ersten Mal nahezu unmöglich und bedarf einiger Erfahrung.</p>
<p style="text-align: justify;">2. Feuer mit Reibung von Stöcken herzustellen ist ein Kunst und selbst mit Hilfe eines Feuerstahls nicht einfach wenn die Bedingungen schlecht sind.</p>
<p style="text-align: justify;">3. Ein ordentliches Taschenmesser ist essentiell. Mit einem kleinen Schweizer-Messer hätte vieles erheblich länger gedauert.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir werden also weiter üben müssen.</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #808080;"><em>Von Christian Tubach</em></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.alternativroute.de/2011/05/auf-den-spuren-von-bear-grylls-co/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schnee satt in Hochkrimml</title>
		<link>http://www.alternativroute.de/2011/03/schnee-satt-in-hochkrimml/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=schnee-satt-in-hochkrimml</link>
		<comments>http://www.alternativroute.de/2011/03/schnee-satt-in-hochkrimml/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 31 Mar 2011 09:43:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kamil Glowatz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Winter]]></category>
		<category><![CDATA[Gerlos]]></category>
		<category><![CDATA[Hochkrimml]]></category>
		<category><![CDATA[Krimml]]></category>
		<category><![CDATA[Zillertal]]></category>
		<category><![CDATA[Zittauer Hütte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.alternativroute.de/?p=241</guid>
		<description><![CDATA[Bildergalerie: Österreich &#8211; Hochkrimml &#160; Der Wetterbericht für unsere diesjährige Schneetour sah kurz vor der Wanderung so aus: Morgens: leichter Schneefall Mittags: leichter Schneefall Abends: Schneefall Eigentlich keine schlechte Wettervorhersage ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<fb:like href='http://www.alternativroute.de/2011/03/schnee-satt-in-hochkrimml/' send='true' layout='standard' show_faces='true' width='450' height='65' action='like' colorscheme='light' font='lucida+grande'></fb:like><table class="aligncenter" style="background-color: #f0ffff;" border="0">
<tbody>
<tr>
<td class="aligncenter" style="text-align: center; width: 700px; height: 20px; background-color: #e9b200;"><span style="font-size: small; color: #000000;"><strong><a title="Österreich – Hochkrimml" href="http://www.alternativroute.de/osterreich-hochkrimml/"><span style="color: #000000;">Bildergalerie: Österreich &#8211; Hochkrimml</span></a></strong></span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Wetterbericht für unsere diesjährige Schneetour sah kurz vor der Wanderung so aus:</p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 30px;">Morgens: leichter Schneefall<br />
Mittags: leichter Schneefall<br />
Abends: Schneefall</p>
<p style="text-align: justify;">Eigentlich keine schlechte Wettervorhersage für eine Schneeschuhtour rund um Krimml im wunderschönen Zillertal. So machten wir uns mit dem Auto auf den Weg Richtung Alpen. Nachdem wir bei Stuttgart noch einen kleinen Schlenker nach Reutlingen machen mussten um den vierten Wanderkameraden abzuholen bekamen wir eine erste Vorstellung davon, was uns Wettertechnisch erwartete.  Auf dem Weg über die Landstraße zur Autobahn sank die Sichtweite dank Nebel auf unter 50 Meter. Mit Schritttempo schlichen wir über die Landstraßen durch die Schwäbische Alb und die einzige Orientierung war lediglich ein Handynavi mit polnischem Sprachpaket. Trotz dieser Hindernisse erreichten wir die Autobahn und konnten die Reise Richtung Alpen fortsetzen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2011/11/Schneeschuh-Wandern-Hochkrimmel-4.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1195" title="Schneeschuh Wandern Hochkrimmel (4)" src="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2011/11/Schneeschuh-Wandern-Hochkrimmel-4.jpg" alt="" width="450" height="310" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Unser erstes Ziel war ein Ski-Ort namens Gerlos, eine verbaute Touristenhochburg in der mehr holländisch als Deutsch gesprochen wurde. Nach kurzer Suche und ersten Kontakten mit der einheimischen Bevölkerung hatten wir unsere Schneeschuhe vom Verleih abgeholt und fuhren weiter zur Finkauer Hütte (ca.1400 Hm) dem Startpunkt unseres Trips. Nach einem, zugegeben etwas verfrühten, einheimischen Siegerbier zogen wir im Nieselregen das Wilgerlostal hinauf zur Zittauer Hütte (ca. 2300 Hm). Schon nach den ersten Metern mussten wir feststellen, dass die Schneeschuhe zu unseren wichtigsten Ausrüstungsgegenständen gehörten, denn unmittelbar nach dem Verlassen des befestigten Wirtschaftsweges sank man sofort bis zu den Knien im nasskalten Schnee ein. Mit jedem Höhenmeter den wir emporstiegen fiel die Anzeige des Thermometers und damit auch die Sichtweite. Der Regen wurde langsam zu Schnee und der Wind peitschte die Schneeflocken wie kleine Eisdolche in unsere Gesichter. Das versteht man in den Alpen also unter „leichtem Schneefall“.</p>
<h3 style="text-align: justify;"><span style="text-decoration: underline;">Vom Regen in den Schnee</span></h3>
<p style="text-align: justify;">Wir folgten dem Tal weiter den Berg hinauf, bis wir auf ein unerwartetes Hindernis stießen. Das Tal endete an einer etwa zweihundert Meter hohen Steilwand. Diese Steilwand war alles was uns nocch von dder Hütte trennte und so machten wir uns daran, die Wand zu erklimmen. Die Stöcke wurden zu Eispickel umfunktioniert und mit unseren Schuhen hauten wir uns Stufen in den festen Schnee. Das funktionierte gut bis wir auf eine Stelle stießen an der eine Steinplatte unter dem Schnee das weiterkommen unmöglich machte. Jetzt wurde es prenzlig, ein Abstieg kam nicht mehr in Frage und ein weiterkommen war unmöglich. Uns war klar, dass wir uns in Gefahr befanden, und jeder machte sich im Kopf schon einmal mit der Möglichkeit vertraut in einer Schneehöhle zu übernachten.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2011/11/Schneeschuh-Wandern-Hochkrimmel-22.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1195" title="Schneeschuh Wandern Hochkrimmel (22)" src="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2011/11/Schneeschuh-Wandern-Hochkrimmel-22-300x225.jpg" alt="" width="450" height="310" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Nach einer gefühlten Ewigkeit in der Wand bei schwindendem Tageslicht und eisigem Wind fanden wir endlich eine Stelle an der wir die Steinplatte passieren konnten, und erklommen die Spitze der Steilwand. Oben angekommen konnten wir auch schon die Hütte sehen und mobilisierten unsere letzten Kräfte um die Hütte in völliger Dunkelheit im Schein unserer Kopfleuchten zu erreichen. Einer unserer Wanderkameraden musste die letzten Meter sogar auf allen Vieren zurück legen, da eine Schnalle an seinem Schneeschuh gerissen war und es in anderthalb Meter hohem Neuschnee anders kein Vorwärtskommen mehr gab.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Winterraum der Zittauer Hütte war spartanisch aber gemütlich eingerichtet. Ein Zehn Personen Bettenlager bot uns vier ausreichend Platz und ein Holzofen aus Vorkriegszeiten spendete eine wohlige Wärme. Abgerundet wurde lles noh durch einen Tisch mit Stühlen und einer urigen Holzvertäfelung der Wände. Überglücklich über unsere Bleibe stärkten wir uns beim Abendessen und ließen den Tag mit verschiedenen Kartenspielen ausklingen.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Die nachfolgende Karte zeigt die Schneeschuhwandertour mit Start- bzw. Endpunkt sowie der Übernachtungsstätte in der Zittauer Hütte.</em></p>
<p><iframe src="http://maps.google.com/maps/ms?hl=de&amp;mpa=0&amp;ctz=-60&amp;mpf=0&amp;ie=UTF8&amp;msa=0&amp;msid=200191185367979946764.0004a2f13cd5e41dad1fc&amp;t=m&amp;vpsrc=0&amp;z=13&amp;output=embed" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no" width="450" height="350"></iframe></p>
<h3 style="text-align: justify;"><span style="text-decoration: underline;">Weißes Pulver soweit das Auge reicht</span></h3>
<p style="text-align: justify;">Am nächsten Morgen erlebten die ersten Toilettengänger eine böse Überraschung. Es hatte die ganze Nacht über geschneit und etwa fünfzig Zentimeter Neuschnee versperrten uns den Weg nach draußen. Nachdem wir per SMS darüber informiert wurden, dass die höchst mögliche Lawinenwarnstufe für unser Gebiet herausgegeben wurde und die Sichtweite dank anhaltender Schneefälle und Nebel etwa dreißig Meter betrug war uns klar, wir saßen hier fest. Jetzt waren wir offiziell eingeschneit. Nachdem wir mit einem Telefonanruf dem Hüttenwirt der Finkauer Hütte signalisiert hatten dass es uns gut geht, taten wir das einzig sinnvolle was vier eingeschneite Männer machen konnten. Wir begannen draußen mit den Unmengen Schnee eine Schneebar zu bauen! Um den Hüttentag nicht komplett zu verschwenden griff jeder zu einer Schaufel und machte sich an ehrgeizige Projekte heran. So wurde nicht nur die Schneebar gebaut, sondern auch eine Schneehöhle gegraben in der sich vier Personen bequem aufhalten konnten. Das Richtfest wurde natürlich in der Schneehöhle gefeiert und zünftig begossen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2011/11/Schneeschuh-Wandern-Hochkrimmel-30.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1195" title="Schneeschuh Wandern Hochkrimmel (30)" src="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2011/11/Schneeschuh-Wandern-Hochkrimmel-30.jpg" alt="" width="450" height="310" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Zum Abschluss räumten wir noch den Weg zum Plumpsklo und zum Holzlager frei. In den späten Nachmittagstunden klarte das Wetter plötzlich auf und der schwindende Nebel gab uns den Ausblick auf unsere Umgebung frei. Die Hütte ist wunderschön an einem See gelegen und bietet eine spektakuläre Aussicht ins Tal durch das wir am Tag zuvor aufgestiegen waren. Durch das gute Wetter ermutigt sanden wir einen „Erkundungstrupp“, bestehend aus Heiko und Kamil aus, die eine mögliche Route für den Abstieg erkunden sollten. Uns war klar, dass wir die Tour angesichts der Schnee und Lawinenlage selbst bei gutem Wetter nicht mehr fortsetzen konnten. Als der Trupp mit guten Neuigkeiten zurück kehrte beschlossen wir am nächsten Tag den Abstieg zu wagen. Wie am Abend zuvor läuteten wir die Nacht mit Abendessen und Kartenspielen ein.</p>
<h3 style="text-align: justify;"><span style="text-decoration: underline;">Gratwanderung</span></h3>
<p style="text-align: justify;">Am nächsten Morgen zeigte das Wetter kein Mitleid mit uns. Es herrschte immer noch dreißig Meter Sichtweite und der Schneefall hatte auch nicht nachgelassen. Wir beschlossen trotz der wiedrigen Umstände den Abstieg zu wagen. Also machten wir uns und den Winterraum abreisefertig. Da wir noch auf eine Wetterbesserung im Laufe des Tages hofften, verschoben wir unseren Aufbruch auf zwei Uhr Mittags. Das war der spätest mögliche Zeitpunkt um es noch sicher im Hellen den Berg runter zu schaffen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Wetterbesserung kam nicht. Also brachen wir auf in das weiße nichts, bei dem man nicht einmal mehr sagen konnte, wo der Boden aufhört und der Himmel anfängt. Die ersten Meter konnten wir uns noch an Stöcken orientieren die zur Wegmarkierung in den Boden gerammt wurden. Dadurch kamen wir relativ zügig an die Felswand die uns zwei Tage zuvor bei dem Aufstieg so große Probleme bereitet hatte. Zu unserem Glück klarte das Wetter kurz auf und man konnte für einige Sekunden die Felswand nach einer passierbaren Stelle absuchen, bevor die nächste Wolke uns wieder jegliche Sicht nahm. So wanderten wir an der Kante der Steilwand entlang, nur um festzustellen, dass die von weitem passabel aussehenden Steigungen sich bei näherer Betrachtung als gefährlich und unpassierbar erwiesen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2011/11/Schneeschuh-Wandern-Hochkrimmel-1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1195" title="Schneeschuh Wandern Hochkrimmel (1)" src="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2011/11/Schneeschuh-Wandern-Hochkrimmel-1.jpg" alt="" width="450" height="310" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Zu allem Überfluss stießen wir noch auf ein weiteres Hindernis, die Wildgerlos, der Bach, der unser nun nicht mehr ganz so romantisches Tal formte. Nicht ahnend das Ihm dieser Bach zum Verhängnis werden könnte, versuchte unser Wanderkamerad Patrick entschlossen den Bach auf einer natürlichen Schneebrücke zu überqueren. Auf der Hälfte des Weges, gerade als wir uns aufmachten ihm zu folgen, brach er plötzlich ohne Vorwarnung bis zum Bauch in den Schnee ein. Verunsichert blieben wir stehen, keiner konnte den Ernst der Lage einschätzen, da er auch keinen Versuch unternahm sich zu befreien. Als erstes reagierte Christian und reichte Patrick seinen Wanderstock an dem er sich dann aus dem Loch ziehen konnte. Als wir in das Loch hinein sahen, erkannten wir die Gefahr in der unser Kamerad sich befand. Der Bach hatte eine etwa einen Meter hohe Höhle unter dem Eis ausgehölt in die Patrick um ein Haar gefallen wäre. Er konnte keinen Befreiungsversuch unternehmen, weil seine Beine den Boden nicht berührten. Nach diesem haarsträubenden Zwischenfall querten wir den Bach an einer sicheren Stelle und gingen respektvoller aber wesentlich entschlossener auf die Suche nach einem Abstieg.</p>
<div class="aside-toggler closed"><span class="open-aside rant">Grundinformationen zur Tour</span><span class="close-aside rant">Hier klicken um die <em>Information</em> zu verbergen</span>
                         </div><div class="bnsia aside rant closed"></p>
<p style="text-align: left;">Österreich: Hochkrimml</p>
<p style="text-align: left;">Lage: Zillertaler Alpen</p>
<p style="text-align: left;">Zeit: 4 Tage (17.03. &#8211; 20.03.2011)</p>
<p style="text-align: left;">Strecke: ca. 15 km</p>
<p style="text-align: left;">Schwierigkeit Winter: mittel bis schwer</p>
<p style="text-align: left;">Teilnehmer: Heiko, Christian, Patrick und Kamil</p>
<p style="text-align: left;">Wegpunkte: Gerlos &#8211; Krimml &#8211; Finkau &#8211; Zittauer Hütte</p>
<p style="text-align: left;">Pro: perfekte Schneeverhältnisse, Routen vielfältig zusammenstellbar, geöffnete Winterlager, gelegentliche Herausforderungen auf den Wegstrecken</p>
<p style="text-align: left;">Contra: Wegfindung im Winter schwer, Lawinengefahr, nicht immer für Scheeschuhtouren geeignet</p>
<p style="text-align: justify;"></div><script type="text/javascript">
            /* <![CDATA[ */
            jQuery( document ).ready( function(){
                jQuery( ".aside-toggler" ).click( function(){
                    jQuery( this ).toggleClass( "open" ).toggleClass( "closed" ).next( ".aside" ).slideToggle( "slow", function(){
                        jQuery( this ).toggleClass( "open" ).toggleClass( "closed" );
                    });
                });
            });
            /* ]]&gt; */
            </script>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Nach einigen hundert Metern hatten wir dann auch endlich eine Stelle gefunden an der wir den Steilhang relativ gefahrlos absteigen konnten. Es begann das übliche Spiel das wir alle nur zu gut kannten, Schneeschuhe abnehmen, am Rucksack verstauen, Trekking Stöcke einfahren, Schneeteller abmontieren. Als wir uns aufmachten den Hang langsam und kontrolliert in Serpentinen abzusteigen, erlaubte uns das besser werdende Wetter einen Ausblick auf die benachbarten Hänge, von denen schon einige Lawinen gut sichtbar vor kurzer Zeit abgegangen waren. Es würden nicht die einzigen bleiben. Bereits nach der ersten Serpentine trat Christian, der zweite Mann in unserer Kolonne ein Schneebrett los. Während wir erschrocken einen Satz zur Seite oder nach oben machten um nicht mitgerissen zu werden, rammte Christian geistesgegenwärtig seinen Trecking Stock in den Schnee um sich daran festzuhalten. Damit zerbrach er zwar einen seiner sündhaft teuren Trekking Stöcke, aber angesichts der Alternative, unter einer Lawine zu landen, war das ein vertretbares Opfer.</p>
<p style="text-align: justify;">Währenddessen bahnte sich das anfangs überschaubare Schneebrett seinen Weg ins Tal und wurde dabei immer größer und mächtiger, bis das zur amtlichen Lawine angeschwollenen Schneebrett im Tal in einer riesigen Schneestaubwolke ausrollte. Ungläubig starrten wir uns an. Wir mussten hier weg, und zwar gleich! Während Christian noch die Trümmer seines Wanderstockes im Schnee suchte machte sich Kamil, der erste in der Kolonne, daran auf dem harten Schnee den die Lawine übrig gelassen hatte den Abstieg langsam fortzusetzen. Die ersten drei Schritte sahen ganz gut aus, dann verlor er aber auf dem glatten Schnee den Halt und rutschte auf seinem Hintern den Hang ein gutes Stück hinunter. Von unserer Perspektive sah diese Art der Fortbewegung am Hang sehr vielversprechend aus. Also, Hintern in den Schnee und mit einem Wahnsinns Tempo den Berg hinunter. Innerhalb von dreißig Sekunden hatten wir den Hang der uns zwei Tage zuvor Stunden gekostet hatte bezwungen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2011/11/Schneeschuh-Wandern-Hochkrimmel-27.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1195" title="Schneeschuh Wandern Hochkrimmel (27)" src="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2011/11/Schneeschuh-Wandern-Hochkrimmel-27.jpg" alt="" width="450" height="310" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Überglücklich der Gefahr entkommen zu sein und vollgepumpt mit Adrenalin durch die wilde Abfahrt bejubelten wir unser Überleben und machten uns aus der Gefahrenzone davon. Sobald es uns sicher genug erschien stoppten wir für eine kleine Pause und gönnten uns einen dringend notwendigen Beruhigungsschnaps. Mit dem Wissen im Gepäck, dass uns nun nichts mehr passieren konnte setzten wir unseren Abstieg gut gelaunt mit Wortspielen durch das Wildgerlostal zu unserem Auto fort.</p>
<p style="text-align: justify;">Am Auto angekommen musste jetzt nur noch eine Schlafgelegenheit für die Nacht gefunden werden. Wie wir nach einem Telefonanruf herausgefunden hatten, war unsere ursprüngliche Zielhütte völlig eingeschneit und nicht einmal mehr mit dem Skido zu erreichen. Da in der Finkauer Hütte auch nichts frei war fuhren wir die umliegenden Skiorte ab um eine Unterkunft zu ergattern. Schließlich kamen wir in Gerlos in einem Bed and Breakfast Hotel unter. Nach einer (dringend) nötigen Dusche wurde das erste urige Lokal gestürmt und zur Feier des Tages gab es richtig stämmige Hausmannskost. Gesättigt pilgerten wir noch zur nächste Apres-Ski Bar und feierten bei holländischer Musik und holländischem Bier unseren Sieg über den Berg.</p>
<p style="text-align: justify;">Als wir am nächsten Morgen aus dem Fenster sahen konnten wir es nicht fassen: Strahlend schönes Wetter bei klarem, blauen Himmel. Das Wetter hätten wir für unsere Wanderung gebraucht. Timing ist eben alles. Nur mit Wiederwillen machten wir uns auf den Heimweg, aber nicht ohne noch für ein paar Schnapsschüsse anzuhalten.</p>
<p style="text-align: justify;"><em><span style="color: #808080;">Von Heiko Heller</span></em></p>
<table class="aligncenter" style="background-color: #f0ffff;" border="0">
<tbody>
<tr>
<td class="aligncenter" style="text-align: center; width: 700px; height: 20px; background-color: #e9b200;"><span style="font-size: small; color: #000000;"><strong><a title="Österreich – Hochkrimml" href="http://www.alternativroute.de/osterreich-hochkrimml/"><span style="color: #000000;">Bildergalerie: Österreich &#8211; Hochkrimml</span></a></strong></span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.alternativroute.de/2011/03/schnee-satt-in-hochkrimml/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Jotunheimen &#8211; Im Reich der Trolle</title>
		<link>http://www.alternativroute.de/2010/10/jotunheimen-im-reich-der-trolle/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=jotunheimen-im-reich-der-trolle</link>
		<comments>http://www.alternativroute.de/2010/10/jotunheimen-im-reich-der-trolle/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 12 Oct 2010 21:57:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kamil Glowatz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sommer]]></category>
		<category><![CDATA[Besseggen]]></category>
		<category><![CDATA[Gjendebu]]></category>
		<category><![CDATA[Gjendesheim]]></category>
		<category><![CDATA[Gjendetunga]]></category>
		<category><![CDATA[Jotunheimen]]></category>
		<category><![CDATA[Leirungsdalen]]></category>
		<category><![CDATA[Memurutunga]]></category>
		<category><![CDATA[Olavsbu]]></category>
		<category><![CDATA[Rauddalen]]></category>
		<category><![CDATA[Reich der Trolle]]></category>
		<category><![CDATA[Storadalen]]></category>
		<category><![CDATA[Svartdalen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.alternativroute.de/?p=18</guid>
		<description><![CDATA[Bildergalerie: Norwegen &#8211; Jotunheimen &#160; &#8220;Heim der Trolle&#8221; &#8211; so lautet die wörtliche Übersetzung des Jotunheimen Nationalparks. Den Namen verdankt die Landschaft mit den beiden höchsten Gipfeln Norwegens Galdhopiggen (2.464 ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<fb:like href='http://www.alternativroute.de/2010/10/jotunheimen-im-reich-der-trolle/' send='true' layout='standard' show_faces='true' width='450' height='65' action='like' colorscheme='light' font='lucida+grande'></fb:like><table class="aligncenter" style="background-color: #f0ffff;" border="0">
<tbody>
<tr>
<td class="aligncenter" style="text-align: center; width: 700px; height: 20px; background-color: #e9b200;"><span style="font-size: small; color: #000000;"><strong><a title="Jotunheimen - Im Reich der Trolle" href="http://www.alternativroute.de/norwegen-jotunheimen/"><span style="color: #000000;">Bildergalerie: Norwegen &#8211; Jotunheimen</span></a></strong></span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">&#8220;Heim der Trolle&#8221; &#8211; so lautet die wörtliche Übersetzung des Jotunheimen Nationalparks. Den Namen verdankt die Landschaft mit den beiden höchsten Gipfeln Norwegens Galdhopiggen (2.464 m) und Glittertind (2.452 m) einem norwegischen Dichter, der insbesondere von der nordischen Mythologie inspiriert wurde. Auch wenn weit und breit keine Trolle zu erblicken sind, zieht es alljährlich tausende Touristen in das rund 3.500 Quadratkilometer große Wandergebiet 350 km nördlich von Oslo. Wanderbegeisterte lassen sich vor allem von der herrlichen Landschaft und den zahlreichen Tälern, die von hohen Gipfeln umgeben werden, inspirieren. Besonders bekannt ist der Jotunheimen für den Bessegengrat, der sich oberhalb des Gjendesees von Gjendesheim zur Memurubu-Hütte hinzieht. Dabei führt ein spektakuläres Teilstück über einen schmalen Felsrücken zwischen dem Gjendesee und dem Bessvatnet.</p>
<div class="aside-toggler closed"><span class="open-aside rant">Grundinformationen zur Tour</span><span class="close-aside rant">Hier klicken um die <em>Information</em> zu verbergen</span>
                         </div><div class="bnsia aside rant closed"></p>
<p style="text-align: left;">Norwegen: Jotunheimen Nationalpark</p>
<p style="text-align: left;">Lage: ca. 350 km nördlich von Oslo.</p>
<p style="text-align: left;">Zeit: 10 Tage (15.09. &#8211; 27.09.2010)</p>
<p style="text-align: left;">Strecke: Strecke: ca. 124 km</p>
<p style="text-align: left;">Schwierigkeit Winter: mittel</p>
<p style="text-align: left;">Teilnehmer: Patrick und Kamil</p>
<p style="text-align: left;">Wegpunkte: Gjendesheim &#8211; Leirungsdalen &#8211; Svartdalen &#8211; Gjendebu (Gjendetunga) &#8211; Vestadalen &#8211; Rauddalen &#8211; Olavsbu &#8211; Storadalen</p>
<p style="text-align: left;">Pro: gute Anreisemöglichkeiten, herbstlich bunte Gebirgslandschaft, zu dieser Zeit kaum bewandert, keine Mücken, herrliche Panoramas auf Norwegens höchste Bergen, geeignet für Wanderungen von Hütte zu Hütte, sehr wenig Touristenverkehr zu dieser Reisezeit, Routen vielfältig zusammenstellbar, gelegentliche Herausforderungen auf den Wegstrecken</p>
<p style="text-align: left;">Contra: Sommerbrücken teilweise abgebaut, viel Geröll (wenig Auswahl für Zeltplätze), plötzlicher Wetterumschwung möglich (bis hin zu Schneefall)</p>
<p style="text-align: justify;"></div>
<p style="text-align: justify;">Reiseführer empfehlen als beste Reisezeit den Zeitraum zwischen Juni und Ende August. Wer sich danach noch ins Gebirge wagt muss jederzeit mit starken Temperaturschwankungen und plötzlichem Schneeeinbruch rechnen. Auf unserer neuntägigen Wandertour durch den Jotunheimen konnten wir trotz dieses Risikos noch Mitte September eine wunderschöne Herbstlandschaft mit zahlreichen Sonnenstunden vorfinden, während wenige Tage später die ersten Berggipfel mit Schnee überdeckt wurden und schließlich auch im Tal die ersten Schneefälle für ein winterliches Ambiente sorgten.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2010/10/P1000118-1024x768.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-50" title="Einstieg Leirungsdalen" src="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2010/10/P1000118-1024x768-300x225.jpg" alt="Einstieg Leirungsdalen" width="450" height="310" /></a>Für unsere Trekkingtour durch den Jotunheimen wählten wir bewusst eine außergewöhnliche und selbst zusammen gestellte Route. Den Einstieg in diese Tour machten wir wenige Kilometer vor Gjendesheim im Tal des weniger bekannten Leirungsdalen. Damit wollten wir unbedingt dem typischen Touristenweg über den Bessegengrat enfliehen, wobei wir uns diesen für die letzte Etappe &#8220;aufheben&#8221; wollten.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Tag 1: Letzte Vorbereitungen in Oslo</h3>
<p style="text-align: justify;">Nachdem wir uns an den Tagen zuvor im Supermarkt mit Lebensmitteln für unsere 9-Tagestour durch den Jotunheimen eingedeckt haben, ging es auch schon los: mit dem Flugzeug von Frankfurt Hahn nach Oslo Torp, wo wir spät abends landeten. Von dort aus brachte uns ein direkt vor der Ausgangstür wartender Bus in die Stadtmitte von Oslo. Die erste Nacht haben wir von zu Hause aus im Anker Hostel gebucht, das direkt in der Nähe des Busbahnhofs liegt. Die Spannung und Aufregung, dass es am nächsten morgen los geht, war bei uns beiden sehr groß!</p>
<h3 style="text-align: justify;">Tag 2: Leirungsdalen</h3>
<p style="text-align: justify;">Mit dem Norekspressen Überland-Bus ging es von Oslo Zentrum Richtung Gjendesheim. Da wir allerdings außerhalb der Saison loszogen, fuhr der Bus nur bis ca. 30 km vor Gjendesheim, bis nach Beitostolen.Dort angekommen – hier gibt es einige Hotels, Restaurants, Pubs und Einkaufsmöglichkeiten – wollten wir als Tramper zum Ausgangspunkt unserer Tour gelangen. Nach 45 Minuten haben wir das aber wieder aufgegeben, da in dieser Zeit nur eine Handvoll Autos vorbeigefahren sind und diese offensichtlich nicht weiter Richtung Norden gefahren sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Also, ab gings ins nächste Taxi! Vor der Tour haben wir uns entschieden, an einem Parkplatz einige Kilometer vor Gjendesheim in die Tour durch das Tal <strong>Leirungsdalen</strong> einzusteigen. Der Parkplatz war relativ leicht zu finden, da man von der Straße aus schon den Besseggen-Grat erkennen kann und der Parkplatz eine Art halbkreisförmiger Aussichtspunkt darstellt.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir stiegen aus dem Taxi aus und waren sofort überwältigt von dem tollen Anblick der Berge, Seen und der Weite des Landes! Die Sonne schien und es konnte endlich richtig losgehen! Weg von der Zivilisation, endlich Ruhe und endlos schönes Fjellgebirge. Der erste Tagesabschnitt führte uns durch Fjellwiesen, über Brücken und Flüsse durch das schöne Tal Leirungsdalen. Anfangs etwas moorig ging es dann später immer entlang des Flusses durch das Tal.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach ca. 3,5 h haben wir einen tollen Zeltplatz am Fluss gefunden und es uns dort gemütlich gemacht. Die erste Nacht im Zelt, bei klarem Himmel, Kälte und guter Pasta-Mahlzeit war super.</p>
<p><iframe src="http://maps.google.de/maps/ms?hl=de&amp;vpsrc=1&amp;ctz=-60&amp;ie=UTF8&amp;msa=0&amp;msid=200191185367979946764.000494d9489470fe5f69a&amp;t=h&amp;ll=61.48419,8.506308&amp;spn=0.149422,0.679493&amp;output=embed" width="450" height="330"></iframe></p>
<h3 style="text-align: justify;">Tag 3: Svartdalen</h3>
<p style="text-align: justify;">Am nächsten Tag ging es weiter das Tal Leirungsdalen entlang. Viele Flüsse und Bäche, die an den Bergen herunterfließen, mussten überquert werden – Spannung pur! Dann ging es einen steilen Aufstieg auf eine Hochebene hinauf, auf der sich wiederum weitere Bergzüge erheben. Wir umquerten zwei Seen bevor ein weiterer Aufstieg an unseren Kräften nagte. Auf dem Plateau angekommen mussten wir nochmals um einen See herum. Mittlerweile hatte sich die Wanderung zu einer großen Herausforderung entwickelt, da auf diesen Höhengraden (ca. 1.600m) mittlerweile schon Schnee lag und von Fjellwiesen nicht mehr viel zu sehen war. Viel mehr galt es, von einem riesigen Felsbrocken zum nächsten zu springen ohne dabei auf der glatten, schneebedeckten Oberfläche auszurutschen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2010/10/P1030145-1024x768.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-120" title="Svartdalen" src="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2010/10/P1030145-1024x768-300x225.jpg" alt="Svartdalen" width="450" height="310" /></a>Anschließend mussten wir einen sehr steilen Abstieg ins Tal <strong>Svartdalen</strong> meistern. Ursprünglich hatten wir vor an diesem Tag bis nach Gjendebu zu wandern, aber da hatten wir uns total verschätzt! Nach weiteren 1,5h haben wir – mit dem Einssetzen der Dämmerung – einen Zeltplatz gefunden. Das war nicht ganz einfach, da auch im Tal Svartdalen sehr viel Steinbrocken die Landschaft prägen und das Wetter immer rauher wurde. Unser Zelt beschwerten wir auf dem moorigen Gelände mit zusätzlichen Felsbrocken, um eine halbwegs ruhige Nacht genießen zu können.</p>
<p style="text-align: justify;">Schon am zweiten Wandertag hatten wir eine sehr anstrengende und erschöpfende Tour (7,5h) hinter uns – die so nicht ganz geplant war.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Tag 4: Vesladalen</h3>
<p style="text-align: justify;">Nach diesem Erlebnis gestern hatten wir unseren ursprünglichen Pläne, über Olavsbu nach Leirvasbu, Spliterstulen und Glitterheim zurück nach Gjendesheim zu wandern, über den Haufen geschmissen. Mit unseren knapp 25 kg Gepäck, darunter die Verpflegung für neun Tage, wären die Touren einfach nicht möglich gewesen.</p>
<p style="text-align: justify;">Dafür entschlossen wir uns nun nach Gjendebu, Olavsbu, über Storadalen zurück nach Gjendebu, Memurubu und Gjendesheim zu wandern.</p>
<p style="text-align: justify;">Für heute galt es also durch das Tal Svartdalen nach Gjendebu zu gelangen. Nachdem wir das erste Mal den wunderschönen, smaragdgrünen Gjendesee sahen ging es steil bergab Richtung Gjendebu. Vom Gipfelkamm aus konnten wir die wunderschöne Aussicht über alle Täler in sämtliche Himmelsrichtungen genießen und sahen unten im Tal die goldenfarbenen Bäume strahlen.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach ca. 3h hatten wir die Hütte Gjendebu erreicht. Dort haben wir unser schweres Gepäck abgestellt und uns Richtung Gjendetunga aufgemacht. Der Anstieg dort hinauf (rund 600 Höhenmeter) war sehr steil und an manchen Stellen waren kleine Kletterpartien zu absolvieren. Mit einem schweren Rucksack wäre das wohl nur mit entsprechnder Sicherung machbar gewesen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2010/10/P1030187-1024x768.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-124" title="Aufstieg Gjendetunga" src="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2010/10/P1030187-1024x768-225x300.jpg" alt="Aufstieg Gjendetunga" width="225" height="300" /></a>Auf dem Gipfel angekommen hat es zwar sehr stark gewindet, doch wurden wir durch die hervorragende Aussicht über die Täler neben uns und den riesigen Gjendesee direkt vor uns mehr als entschädigt. Ein toller Ausblick!</p>
<p style="text-align: justify;">Nachdem wir wieder unten im Tal waren sind wir noch ca. eine Stunde das Tal <strong>Vesladalen</strong> entlang gelaufen, wobei dies eigentlich unsere morgige Etappe war. Etwas abseits des Pfades haben wir auf einer Anhöhe einen herrlichen Zeltplatz im weichen Fjell gefunden, der uns einen tollen Blick über den Gjendesee, den Besseggen-Grat und die umliegenden Bergketten lieferte. Dort das aus Spaghetti Carbonara bestehende Abendessen einzunehmen und die Aussicht mit den immer tiefer sinkenden Sonnenstrahlen zu genießen war wunderschön.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2010/10/P1030222-1024x768.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-153" title="Vestadalen mit Blick auf Gjendesee" src="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2010/10/P1030222-1024x768-300x225.jpg" alt="Vestadalen mit Blick auf Gjendesee" width="450" height="310" /></a></p>
<h3 style="text-align: justify;">Tag 5: Olavsbu und Rauddalen</h3>
<p style="text-align: justify;">An Tag 5 unserer Tour ging es das sehr schöne Tal Vesladalen entlang bis es dann hinauf ging auf ein Plateau, von dem aus wir weiter Richtung der Hütte <strong>Olavsbu</strong> durch das Tal <strong>Rauddalen</strong> wanderten. Wir passierten einen Bergsee nach dem anderen und die Fels-Fjell-Landschaft war für uns beide sehr beeindruckend. Nachdem wir bisher sehr viel Glück hatten mit dem Wetter, setzte plötzlich ein starker Schneeregen ein.<a href="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2010/10/P1000464-1024x768.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-76" title="Olavsbu Holz hacken" src="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2010/10/P1000464-1024x768-225x300.jpg" alt="Olavsbu Holz hacken" width="225" height="300" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Durch den Schneeschauer hindurch sahen wir dann im Nichts gelegen die wunderschöne Hütte Olavsbu. Als wir in die Hütte gingen konnte man unser beides grinsen förmlich hören: ein wunderschöner, uriger Aufenthaltsraum mit Ofen und Gitarre wartete auf uns!</p>
<p style="text-align: justify;">Den Luxus mit der Hütte nutzten wir dann auch, um unsere Kleidung und Körper einer gründlichen Wäsche mit dem eiskalten Gebirgswasser zu unterziehen. Die gut eingeheizte Hütte sorgte dann auch dafür, dass alles rechtzeitig bis nächsten Morgen trocken war.</p>
<p style="text-align: justify;">Den Abend genossen wir bei Schnaps, Nudeln, Feuer, Kerzenlicht und Mau-Mau. Sensationell!</p>
<h3 style="text-align: justify;">Tag 6: Leirvasbu</h3>
<p style="text-align: justify;">Von Olavsbu ging es am nächsten Tag in 6h zuerst Richtung <strong>Leirvasbu, </strong>dann Richtung Osten durch das Tal <strong>Storadalen</strong>. Zu Beginn der Etappe wanderten wir durch ca. 15cm hohe Schneefelder, was sehr viel Spaß gemacht hat und weniger anstrengend war als auf dem steinigen Untergrund.<a href="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2010/10/P1000718-1024x768.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-110" title="Schneefelder" src="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2010/10/P1000718-1024x768-300x225.jpg" alt="Schneefelder" width="450" height="310" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Später ging es entlang einiger größeren Seen zu einem steilen Abstieg ins Tal. Einige Minuten weiter haben wir einen sehr schönen Zeltplatz direkt an einem See gefunden, der uns eine grandiose Aussicht auf die direkt vor uns liegenden Bergspitzen bescherte. Am Abend haben wir dann mit dem in der Umgebung vorhandenen Holz ein kleines Feuer gemacht und uns für den morgigen Tag gestärkt.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Tag 7: Storadalen</h3>
<p style="text-align: justify;">Die Nacht war sehr kalt, wahrscheinlich hatte es deutlich unter 0 Grad. Allerdings wurden wir am morgen mit Sonnenschein und schönem Wetter belohnt. Das Frühstück haben wir in der wärmenden Sonne genossen. Der See wurde nach ein paar Metern zu einem großen Wasserfall, diesen entlang ging es runter ins Tal <strong>Storadalen</strong>. Dort galt es einen einfließenden Fluss zu überqueren. Da allerdings die Sommerbrücke bereits abgebaut wurde, stellte sich das als sehr wagemutige Sache heraus. Mehr durch Klettern als durch Wandern überquerten wir den Fluss erfolgreich. Immer diesen Fluss entlang ging es dann Richtung Gjendebu. Die sehr kräftigen Farben des Herbstes waren auch hier wieder sehr beeindruckend!<a href="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2010/10/P1000315-1024x768.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-63" title="Storadalen" src="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2010/10/P1000315-1024x768-300x225.jpg" alt="Storadalen" width="450" height="310" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Wir sind bereits nach 3,5h Wanderung an der Hütte angekommen. Die Haupthütte war bereits winterfest gemacht und verlassen. Allerdings konnten wir ein Kanu entdecken… Nichts wie ab damit auf den Gjendesee, bei herrlich sonnigem Wetter!</p>
<p style="text-align: justify;">Da wir eine kleine Angel dabei hatten, wollten wir diese natürlich auch ausprobieren – leider ohne Erfolg! Nichtsdestotrotz war der kleine Ausflug super spaßig! Am Abend haben wir es uns dann wieder in der schönen Selbstversorger-Hütte gemütlich gemacht. Da wir diese wieder für uns allein hatten konnten wir uns wieder etwas ausbreiten und unsere Kleider waschen und trocknen.<a href="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2010/10/P1000585-1024x768.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-93" title="Kanu Gjendesee" src="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2010/10/P1000585-1024x768-300x225.jpg" alt="Kanu Gjendesee" width="450" height="310" /></a></p>
<h3 style="text-align: justify;">Tag 8: Gjendebu bis Memurubu</h3>
<p style="text-align: justify;">Nun ging es von Gjendebu nach Memurubu. Bei Regen und ziemlicher Kälte kämpften wir uns den total steilen Anstieg auf die Ebene <strong>Memurutunga</strong> hinauf. Oben ging es dann sehr lange das Plateau entlang. An dessen Ende gab es eine Bergkuppe bis ganz nach vorn an den Gjendesee. Von dort aus ging es wiederum steil bergab zur Hütte Memurubu. Bei Regen ist bei dieser Tour in jedem Fall Vorsicht geboten.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Aussicht über den Gjendesee war mal wieder absolut beeindruckend und die links und rechts abfallenden Klippen auch etwas beängstigend (oder zumindest Respekt einflößend).</p>
<p style="text-align: justify;">Wir haben unser Zelt direkt unten am See aufgeschlagen und uns dort für die morgige letzte Etappe ausgeruht.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Tag 9: Besseggengrat und Gjendesheim</h3>
<p style="text-align: justify;">Heute sollte es schon auf die letzte Etappe von Memurubu Richtung Gjendebu gehen. Ursprünglich hatten wir geplant hierfür den Weg über den berühmten Besseggen-Grat zu gehen. Da allerdings das Wetter nicht mitmachte und unsere Muskeln und Knochen doch sehr lädiert waren, entschieden wir uns für die leichtere und kürzere Variante entlang des Sees.<a href="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2010/10/P1000609-1024x768.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-97" title="Besseggengrad" src="http://www.alternativroute.de/wp-content/uploads/2010/10/P1000609-1024x768-300x225.jpg" alt="Besseggengrad" width="450" height="310" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Nach ca. 5h Wanderung immer am Ufer entlang erreichten wir Gjendesheim. Das Ende unserer Wandertour! Von dort konnten wir toll den See zurückblicken und uns erstmals vergegenwärtigen, wo wir die letzten Tage unterwegs waren, was wir erlebt haben und wie wir das Abenteuer Jotunheimen gemeistert haben. Sehr erschöpft aber überglücklich und auch stolz haben wir dort unsere Tour beendet und zur Erholung weitere zwei Tage auf einer Hütte bei Gjendesheim verbracht !</p>
<p style="text-align: justify;"><em><span style="color: #888888;">Von Patrick Böttcher</span></em></p>
<table class="aligncenter" style="background-color: #f0ffff;" border="0">
<tbody>
<tr>
<td class="aligncenter" style="text-align: center; width: 700px; height: 20px; background-color: #e9b200;"><span style="font-size: small; color: #000000;"><strong><a title="Jotunheimen - Im Reich der Trolle" href="http://www.alternativroute.de/norwegen-jotunheimen/"><span style="color: #000000;">Bildergalerie: Norwegen &#8211; Jotunheimen</span></a></strong></span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.alternativroute.de/2010/10/jotunheimen-im-reich-der-trolle/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Expedition Nordschwarzwald</title>
		<link>http://www.alternativroute.de/2009/10/expedition-nordschwarzwald/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=expedition-nordschwarzwald</link>
		<comments>http://www.alternativroute.de/2009/10/expedition-nordschwarzwald/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 11 Oct 2009 08:51:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kamil Glowatz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sommer]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Herrenalb]]></category>
		<category><![CDATA[Dobel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.alternativroute.de/?p=209</guid>
		<description><![CDATA[Hätte man die Vorbereitungen zu dieser dreitägigen Tour im Nordschwarzwald als Außenstehender betrachtet, so würde man ihre Teilnehmer und die ganze Aktion für verrückt erklären. Aber das war den vier ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<fb:like href='http://www.alternativroute.de/2009/10/expedition-nordschwarzwald/' send='true' layout='standard' show_faces='true' width='450' height='65' action='like' colorscheme='light' font='lucida+grande'></fb:like><p>Hätte man die Vorbereitungen zu dieser dreitägigen Tour im Nordschwarzwald als Außenstehender betrachtet, so würde man ihre Teilnehmer und die ganze Aktion für verrückt erklären. Aber das war den vier Expeditionsteilnehmern gänzlich egal. Voll bepackt mit guten Sachen, darunter viel Essen und viel Trinken, also hauptsache &#8220;viel&#8221;, begaben sich die vier Wanderer auf eine erlebnisreiche Wanderung bei Bad Herranalb. Die vielseitige Wochendtour stellte sich als ein bombastisches Event heraus &#8211; ein Mix aus Natur, Wandern, Sport und Gemeinschaft. Besser hätte es nicht laufen können.</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #339966;"><strong>Nördlicher Schwarzwald</strong></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #339966;"><strong>Route:</strong> Von Bad Herrenalb über Dobel und wieder zurück</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #339966;"><strong>Zeit</strong>: 3 Tage</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #339966;"><strong>Entfernung: </strong>k.A.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #339966;"><strong>Schwierigkeit:</strong> leicht</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #339966;"><strong>Teilnehmer: </strong>Alex, Heiko, Christian, Kamil</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #339966;"><strong>Stationen:</strong> Bad Herrenalb &#8211; Unteres Gaistal &#8211; Oberes Gaistal &#8211; Eyachmühle &#8211; Dobel &#8211; Bad Herrenalb.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #339966;"><strong>Pro:</strong> auch für Familien geeignet, teilweise auf dem Westweg unterwegs, Quellenerlebnispfad, bei gutem Wetter sehr schönes Panorama u.a. mit Blick bis nach Philippsburg / Mannheim, gute Bus- und Bahnanbindung.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #339966;"><strong>Contra: </strong>Die Einwohner im Wandergebiet wissen nicht ob sie nun Schwaben oder Badener sind <img src='http://www.alternativroute.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> . Das Thema also am Besten nicht mit einem Einheimischen ansprechen&#8230;</span></p>
<p style="text-align: justify;">Am Freitagmorgen stürmten wir erstmal gemeinsam einen größeren Einkaufsmarkt, um uns für die drei Tage gut mit Essen und Trinken einzudecken. Manch einer würde denken, wir würden für Wochen verreisen. Die Rücksäcke waren nach dem Einkauf so vollbepackt, dass wir gar nicht wussten, wie wir das Zeug überhaupt in dieser kurzen Zeit essen und trinken sollten. Nach dem Motto &#8220;besser zu viel als zu wenig&#8221; fährt uns Heiko nach Bad Herrenalb in der Nähe von Ettlingen und Karlsruhe, mitten ins Herz des nördlichen Schwarzwaldes. Bad Herrenalb ist bekannt für seine erholsamen Kurstätten und das schöne Wandererholungsgebiet. Im Ort angekommen begeben wir uns zum Start des Quellenerlebnispfades. Ein schöner Weg, der von geheimnisvollen Quellen und wilden Wässern erzählt. Bereits nach ein paar Schritten mit dem zugegeben schweren Rucksack machen wir Rast an einer neu errichteten Rasthütte. Ein etwas älterer Herr erzählt und Geschichten aus der Umgebung und wir genießen zu diesen Erzählungen unseren selbst mitgebrachten Wein, den wir gelegentlich mit Wasser vermischen, um die Tagesetappe noch irgendwie hinter uns zu bringen.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach dieser kurzen Erholungspause ziehen wir weiter zur Plotzsägmühle, wo wir weiter zu einer Gaststätte ziehen möchten. Doch die einzigen zwei Restaurants auf dem Weg hatten geschlossen. Wir versuchen unser Glück weiter und werden schließlich neben einer Landstraße fündig. Auf der Sonnenterasse genießen wir die bisher im dichten Wald verborgenen Sonnenstrahlen und trinken dazu gutes &#8220;Albtal&#8221;bier. Uns war bis dahin nicht bewusst, dass der schwierige Teil dieser Etappe noch bevorsteht. Denn als wir wieder aufbrechen, geht es nach ein paar Kreuzungen nur noch bergauf. Der Weg ist nicht nur steil, sondern auch übersäht von groben Steinen und Holzresten. Spaß ist etwas anderes. Schließlich erreichen wir nach mühsamen Anstrengungen den Zipflensberg. Das Hochkämpfen wird aber alsbald mit einerm sehr schönen Ausblick belohnt. Es ist schon nachmittag und wir bekommen von einem Hüttenbesitzer einen guten Übernachtungstipp auf dem Berg. Wir beschließen also noch ein paar Schritte weiterzulaufen und uns inmitten des vom Sturm &#8220;Lothar&#8221; verwüsteten Waldgebietes niederzulassen. Es war schwer, überhaupt eine waagrechte Stelle zum Aufstellen unserer Zelte zu finden.</p>
<p style="text-align: justify;">Nachdem die Zelte aufgestellt waren, fangen wir an, unsere fertigen Gerichte aus der Tüte im Kocher zuzubereiten. Wenig Aufwand aber trotzdem etwas gutes im Magen, dachten sich alle nach diesem köstlichen Outdoor-Abendessen. Den Abend versüßten wir uns anschließend mit den restlichen &#8220;Wässerchen&#8221;, die wir nach und nach &#8211; auch wegen des Gewichtes- loswerden wollten.</p>
<p style="text-align: justify;">Am nächsten Morgen ist es nicht einfach aufzustehen. Die Nacht war einfach zu kurz. Die letzten saßen bis in die Morgenstunden vor den Zelten. Der schnell aufgekochte Kaffee verhalf uns aber wieder zur gewohnten Stärke. Gegen Mittag brechen wir dann auf Richtung Dobel, unserem nächsten Zielort auf der Tour. Der Weg führt uns zuerst duch kurze Waldstücke, bis wir auf einem kurzen Teil des Westweges herauskommen. Der Weg ist am Abhang und sorgt daher auch für eine sehr schöne Aussicht auf die umliegenden Orte. Wir meinen sogar die Türme von Philippsburg leicht erkennen zu können. Der wolkenlose Himmel und die ohnehin schöne Wetterlage hat dies ermöglicht. Wir wandern gemütlich weiter, es geht meist bergab und kurz vor Dobel passieren wir verschiedene Sitzbänke, die in den jweiligen Nationalfarben der EU-Länder gestrichen wurden. Fasziniert von dieser Kunst nehmen wir kurzerhand auch Platz, um eine Rast zu machen. In Dobel angekommen machen wir uns auf die Suche nach einem schönen Restaurant, wo wir deftig essen möchten. Zu unserem Pech bestätigten sich auch an diesem Tag die Befürchtungen, dass viele Gaststätten zu haben. Wir finden schließlich eine Pizzeria neben dem Kurhaus, die wir nach der dortigen Erfahrung heute am liebsten nicht mehr aufsuchen würden. Wir ziehen sodann nach nebenan, wo der Zeileinlauf für den Marathon ist, der auch an diesem Tag stattfand. Vom Veranstalter bekommen wir noch Bier verkauft, was uns den Weg zur nächsten Tankstelle erspart. Später erfahren wir auch noch, das ein Sportfest im Ort veranstaltet wird. Ohne lange nachzudenken begeben wir uns zum Sportplatz, wo wir dann in den abendlichen Stunden noch Fußball mit ein paar Jugendlichen spielen. Alex brillierte hier mit zahlreichen Toren &#8211; trotz der schweren Wanderschuhe.</p>
<p style="text-align: justify;">Gegen Mitternacht ziehen wir noch einmal weiter, denn neben dem Sportplatz haben Jugendliche einen Bauwagen, in dem sie regelmäßig Partys veranstalten. Wir gesellen uns dazu und lassen am Lagerfeuer den Abend ausklingen. Unsere Zelte stellen wir dann direkt neben einem Friedhof auf &#8211; das hatten wir allerdings vorher mit den Sportplatzbetreibern so abgesprochen.</p>
<p style="text-align: justify;">Am Sonntagmorgen will niemand so richtig aus den Federn. Doch das Geschreie von den Fussballspielen auf dem Sportplatz zwingt uns aufzustehen. Nachdem wir ziemlich viel Zeit für das Packen aufwenden müssen, begeben wir uns auf den Weg zurück nach Bad Herrenalb. Gott sei dank ging es nur bergabwärts. Wir sind froh, als wir das Auto aus der Ferne sehen. Unsere kurze Wandertour schließen wir mit einem Grill bei Kamils Eltern in Ötigheim ab. Was für ein unglaubliches Wochenende!</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Von Kamil Glowatz</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.alternativroute.de/2009/10/expedition-nordschwarzwald/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>E5 Alpenüberquerung &#8211; Oberstdorf bis Bozen (Part II)</title>
		<link>http://www.alternativroute.de/2009/10/e5alpenuberquerung-oberstdorf-bis-bozen-part-ii/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=e5alpenuberquerung-oberstdorf-bis-bozen-part-ii</link>
		<comments>http://www.alternativroute.de/2009/10/e5alpenuberquerung-oberstdorf-bis-bozen-part-ii/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 10 Oct 2009 10:07:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kamil Glowatz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sommer]]></category>
		<category><![CDATA[Alpenüberquerung]]></category>
		<category><![CDATA[Bozen]]></category>
		<category><![CDATA[E5]]></category>
		<category><![CDATA[Oberstdorf]]></category>
		<category><![CDATA[Similauen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.alternativroute.de/?p=250</guid>
		<description><![CDATA[8. Etappe, Kontrastprogramm, Similauen (3600 m) – Padleidhof (1386 m) Um 8.00 Uhr beginnen wir den Aufstieg auf die Similauen. Es ist bitter kalt und die Sicht beträgt meist nur ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<fb:like href='http://www.alternativroute.de/2009/10/e5alpenuberquerung-oberstdorf-bis-bozen-part-ii/' send='true' layout='standard' show_faces='true' width='450' height='65' action='like' colorscheme='light' font='lucida+grande'></fb:like><h3>8. Etappe, Kontrastprogramm, Similauen (3600 m) – Padleidhof (1386 m)</h3>
<p style="text-align: justify;">Um 8.00 Uhr beginnen wir den Aufstieg auf die Similauen. Es ist bitter kalt und die Sicht beträgt meist nur um die 20 Meter. Es geht über ein großes Schneefeld in östlicher Richtung zum Sattel und dann über verschneite und vereiste Felsen zum Gipfelkreuz. Kamils erster richtiger Gipfel. 3600 m, Berg Heil! Die Sicht ist gleich Null und wir frieren bei – 6 Grad. Wieder an der Hütte stärken wir uns mit Kiserschmarn und treten dann den langen Abstieg ins Tal an. Wir sind in Süd Tirol. Unser Ziel ist der Padleidhof am meraner Höhenweg. Nachmittags kommen wir dort an, essen sehr gut und trinken Weizenbier in der Sonne. Ein Tag voller Kontraste. Mittags noch frierend am Gipfelkreuz auf 3600m Höhe und Abends über zwei Kilometer tiefer im Tal biertrinkenderweise auf der Sonnenterrasse. 1000 Hm Auf -und 2300Hm Abstieg liegen hinter uns und so fallen wir erschöpft in die gemütlichen Betten unserer rustikalen Unterkunft.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Gehzeit 6 Stunden.</em></p>
<h3 style="text-align: justify;">9. Etappe, Herzlich willkommen im Giggelbergerhof (1565m)</h3>
<p style="text-align: justify;">Der meraner Höhenweg gefällt uns zunehmend.Wir freuen uns über die warmen Temperaturen hier auf 1500m. Der Weg führt meistens auf gleicher Höhe an der Nordflanke des Tals entlang. Das Wetter ist gut und wir kommen zügig voran. Schon gegen 14.00 Uhr kommen wir am Giggelbergerhof an und genießen die Sonne, das gute Essen und die geniale Aussicht. Es gibt Tischkicker, wir wollen hier zwei Nächte bleiben. Mit vier Stunden Gehzeit eine sehr angenehme Übung heute.</p>
<h3 style="text-align: justify;">10. Etappe, Zielspitze (3009m) – Giggelbergerhof (1565m)</h3>
<p style="text-align: justify;">Die Nacht war furchtbar. Der ältere Herr der mit und das Zimmer geteilt hat war ein Schnarcher erster Güte. Beim Frühstück entscheiden wir ihn nächste Nacht zu lünchen oder das Zimmer zu wechseln. Der Schnarcher wandert zum Glück weiter. Unser Tagesziel heute ist die Zielspitze ( 3009m). Der Berg ist nicht weit aber der Aufstieg mit knapp 1500Hm wird es in sich haben. Nach 3,5 Stunden auf 2500m fängt es an zu schneien. Und nachdem der Aufstieg sich im Schnee ab 2900m immer schwieriger gestaltet beschließen wir vernünftigerweise 100m unterhalb des Gipfels umzukehren und es für heute gut sein zu lassen. Um 16.00 Uhr sind wir wieder unten und die Oberschenkel brennen. Wir sind stolz auf unsere Leistung und nachdem wir die die Wirtin und deren Tochter im Tischkicker 4:3 schlagen sind auch die versagten Gipfelfreuden schnell vergessen.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Gehzeit: 7 Stunden</em></p>
<h3>11. Etappe, Katzensprung zur Bockerhütte (1717m)</h3>
<p style="text-align: justify;">Heute liegt eine lange Etappe vor uns. Es geht weiter auf dem meraner Höhenweg zur Böckerhütte. Nach der gestrigen Bergbesteigung sind wir zwar nicht all zu motiviert aber durch gewiefte Schönung der reallen Gehzeit durch die Reiseleitung begeben wir uns um 9.30</p>
<p style="text-align: justify;">Uhr auf den Weg. Wir sind schnell unterwegs und machen Mittags rast bei der Tablander Alm. Sehr rustikale Alm am Fusse des Ganderbergs. Der Weg geht ständig auf und ab. Gegen Nachmittag erreichen wir den Aufstieg zur Taufscharte. Eine sehr scheißtreibende Angelegenheit und wir sind froh als wir endlich oben sind und hinunter zu Bockhütte schauen. Der steile Abstieg hat es noch einmal in sich. Wir schlafen auf dem zugigen Dachboden wie Steine.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Gehzeit: 8 Stunden</em><em><br />
</em></p>
<h3 style="text-align: justify;">12. Etappe, Über das Dorf Tirol und Meran zur Hirzer Hütte (1930m)</h3>
<p style="text-align: justify;">Nach magerem Frühstück steigen wir ins Tal ab. Die Landschaft hier in Südtirol fasziniert uns. Es ist fast mediteran. Obstplantagen, Palmen und 30 Grad. Wir laufen in knapp drei Stunden ins Dorf Tirol, holen Geld und essen Pizza. Dann geht es weiter mit dem Bus nach Meran. Nachdem wir dort unsere Vorräte aufgestockt haben geht es weiter mit dem Bus nach Saltaus. Die Hitzer-Bergbahn bringt uns hinauf zur Bergstation von der wir in 15 Minuten zur Hitzer Hütte wandern. Auf der Sonnenterrasse wir zünftige Livemusik gespielt. Abends sitzen wir zusammen mit ein paar Schwaben und erzählen uns Witz und Geschichten.</p>
<h3 style="text-align: justify;">13. Etappe, Über den Hirzer (2780m) auf dem Gebirgsjägersteig zur Meraner Hütte (1960m)</h3>
<p style="text-align: justify;">Nach zwei Stunden hartem Aufstieg erreichen wir um 10.00 Uhr die Scharte. Nun sind es noch 200Hm bis zum Gipfelkreuz des Hirzers. Oben angekommen genießen wir die Aussicht und eine gute Brotzeit. Der Weg zur Meraner Hütte ist mit 6 Stunden angegeben und so verweilen wir nicht zu lange sondern begeben uns auf dem Gebirgsjägersteig in Richtung Süden. An einem wunderschönen Gebirgssee machen wir Rast und amüsieren uns über das Schild mit der Aufschift „ Nur für geübte Bergwanderer“. Der Weg ist sehr gut begehbar! Als wir nach erst vier Stunden die Hütte schon im Blick haben zucken wir zusammen. Ein Gewitter kündigt sich mit einem Donnerschlag an. Wir rennen förmlich zu Hütte um dem bevorstehen Regenguss zu entgehen. Kaum angekommen geht es auch schon los. Ein Gewitter wie es im Buche steht. Die Hagelkörner haben teilweise Erbsenformat. Wir essen gut und viel und sind zufrieden mit unserer heutigen Leistung. Abends spielen wir Siedler von Katan und bekommen Geschichten vom Jakobsweg erzählt.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Gehzeit: 4,5 Stunden</em><em><br />
</em></p>
<h3 style="text-align: justify;">14. Etappe, Gemütliches Auslaufen nach Bozen</h3>
<p style="text-align: justify;">Etwas wehmütig treten wir die letzte Etappe unserer Tour über die Alpen an. Es geht immer bergab über Wiesen und durch Wälder in Richtung Süden. Mittags kehren wir im Langfallhof ein . Nun sind es noch etwa zwei Stunden bis nach Jenesien wo uns eine kleine Gondelbahn nach Bozen hinunter fahren wird. Die Jugendherberge ist schnell gefunden und die letzten zwei Plätze gehören uns.</p>
<p style="text-align: justify;">Uns hat die Alpenüberquerung gerade zu dieser frühen Jahreszeit sehr viel Spaß gemacht. Wir waren oft alleine unterwegs und konnten dem Trubel der sonst auf dieser Strecke herrscht einigermaßen entkommen. Im Zug von Bozen in Richtung Heimat reflektieren wir noch einmal über die vergangenen zwei Wochen und sind uns sicher, dass wir eine längere Tour in den Alpen nicht zum letzten mal gemacht haben.</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #888888;"><em>Von Christian Tubach</em></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.alternativroute.de/2009/10/e5alpenuberquerung-oberstdorf-bis-bozen-part-ii/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>E5 Alpenüberquerung &#8211; Oberstdorf bis Bozen (Part I)</title>
		<link>http://www.alternativroute.de/2009/10/e5alpenuberquerung-oberstdorf-bis-bozen-part-i/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=e5alpenuberquerung-oberstdorf-bis-bozen-part-i</link>
		<comments>http://www.alternativroute.de/2009/10/e5alpenuberquerung-oberstdorf-bis-bozen-part-i/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 09 Oct 2009 10:28:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kamil Glowatz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sommer]]></category>
		<category><![CDATA[Alpenüberquerung]]></category>
		<category><![CDATA[Bockerhütte]]></category>
		<category><![CDATA[Bozen]]></category>
		<category><![CDATA[Braunschweiger Hütte]]></category>
		<category><![CDATA[E5]]></category>
		<category><![CDATA[Fastenoy]]></category>
		<category><![CDATA[Giggelsberghof]]></category>
		<category><![CDATA[Hirzer Hütte]]></category>
		<category><![CDATA[Holzgau]]></category>
		<category><![CDATA[Jenesien]]></category>
		<category><![CDATA[Kemptner Hütte]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Busch Hütte]]></category>
		<category><![CDATA[Memminger Hütte]]></category>
		<category><![CDATA[Meran]]></category>
		<category><![CDATA[Meraner Hütte]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelberg]]></category>
		<category><![CDATA[Oberstdorf]]></category>
		<category><![CDATA[Padleidhof]]></category>
		<category><![CDATA[Similaun]]></category>
		<category><![CDATA[Vent]]></category>
		<category><![CDATA[Waltenberger Haus]]></category>
		<category><![CDATA[Wenns]]></category>
		<category><![CDATA[Zams]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.alternativroute.de/?p=257</guid>
		<description><![CDATA[Dieses Jahr wollten wir es bei unserer großen Sommertour ein wenig gemütlicher angehen lassen. Nachdem Schottland und Griechenland aus dem Rennen waren, entschieden wir uns die Alpen zu überqueren. Unsere ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<fb:like href='http://www.alternativroute.de/2009/10/e5alpenuberquerung-oberstdorf-bis-bozen-part-i/' send='true' layout='standard' show_faces='true' width='450' height='65' action='like' colorscheme='light' font='lucida+grande'></fb:like><p style="text-align: justify;">Dieses Jahr wollten wir es bei unserer großen Sommertour ein wenig gemütlicher angehen lassen. Nachdem Schottland und Griechenland aus dem Rennen waren, entschieden wir uns die Alpen zu überqueren. Unsere Tour sollte uns in 13 Etappen, immer von Hütte zu Hütte, von Oberstdorf im Allgäu bis nach Bozen in Südtirol führen. Als grobe Orientierung verwendeten wir bei der Planung Teile des E5 Weitwanderweges und des Meraner Höhenweges.</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><strong>Alpenüberquerung</strong></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><strong>Route:</strong> Von Oberstdorf nach Bozen</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><strong>Zeit</strong>: 14 Tage</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><strong>Entfernung: </strong>Über die Alpen</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><strong>Schwierigkeit:</strong> mittel</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><strong>Stationen:</strong> Oberstdorf – Fastenoy &#8211; Waltenberger Haus &#8211; Kemptner Hütte – Holzgau – Memminger Hütte – Zams – Schihütte Zams – Wenns – Mittelberg – Braunschweiger Hütte – Zwieselstein – Vent – Martin Busch Hütte – Similauen – Katharinaberg – Padleidhof – Giggelsberghof – Bockerhütte – Meran – Hirzer Hütte – Hirzer – Meraner Hütte – Jenesien – Bozen.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><strong>Pro:</strong> Mitte Juni sind noch nicht viel Leute unterwegs, wunderschöne Ausblicke, gute Beschilderung, optimale Bahnanbindung</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><strong>Contra: </strong>Hohe Preise auf privaten Hütten, teilweise sehr viele Wanderer unterwegs (vor allem E5)</span></p>
<h3 style="text-align: justify;">1. Etappe, Aufstieg zum Waltenberger Haus (2084m)</h3>
<p style="text-align: justify;">Uns steckt die Party anlässlich Kamil´s Geburtstag von vorgestern noch ein weing in den Knochen. Trotzdem treffen wir uns gut gelaunt um 8.00 Uhr in Karlsruhe am Hauptbahnhof und fahren mit der Bahn nach Oberstdorf. Gegen Mittag kommen wir an und nehmen den Bus nach Fastenoy. Von hier geht es bei bestem Wetter in 4 1/2 Std. die etwa 1300 Hm hinauf zum Waltenberger Haus. Wie immer ist der erste Tag komisch. Die Mischung aus überschwänglicher Motivation, praller Sonne und steilem Aufstieg lässt uns schnell erkennen, dass die nächsten Wochen anstrengend werden könnten. Um 17.00 Uhr kommen wir auf der Hütte an und genießen bei Bier und Wein die atemberaubende Aussicht. Als dann noch die Steinböcke aus ihren Verstecken hervorkommen, überlegen wir, ob uns überhaupt noch schöneres wiederfahren kann, als einen solch genialen Tagesausklang zu erleben. Das Waltenberger Haus ist alt, rustikal und &#8220;ur&#8221;gemütlich. Es gibt keinen Strom, das Wasser fließt durch die Leitungen mit geeichten 6 Grad und der nächtliche Toilettengang gestaltet sich zu einer Etappe im Irrgarten. Ein Erlebnis &#8211; ganz nach unserem Geschmack!</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Gehzeit: 4,5 Std.</em><em><br />
</em></p>
<h3 style="text-align: justify;">2. Etappe, Auf dem Heilbronner Weg zur Kemptner Hütte (1844m)</h3>
<p style="text-align: justify;">Nach Müsli und Gipfelstürmer-Frühstück machen wir uns auf den Weg zur Kemptner Hütte. Es geht zunächst im strömenden Regen hinauf zur Bockkarscharte (2504m). Der Weg gestaltet sich aufgrund des trüben Wetters, das insbesondere durch Schnee &#8211; und Regenfälle kennzeichnet, sehr schwierig. Das Geröll ist nass, der Schnee weich und so wird jeder Schritt sehr bewusst gesetzt. Wir sind froh als wir oben sind und sehen, dass der Rest des Weges ein einziges Schneefeld ist. Eigentlich wollten wir heute unseren ersten Gipfel besteigen, aber wegen der schlechten Sicht entscheiden wir uns dagegen und ziehen gleich weiter zum Mädelejoch (1973m), um schließlich zur Kemptner Hütte abzusteigen (1862m). Wir sind genau vier Stunden unterwegs gewesen und sitzen schon um 12.30 Uhr bei einem Bier und spielen Karten. Ein Vorteil, wenn man früh in der Saison loszieht, ist, dass die Hütten recht leer sind und so haben wir als es gegen Nachmittag aufklart, die ganze Sonnenterasse für uns alleine.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Gehzeit: 4 Std.</em></p>
<h3 style="text-align: justify;">3. Etappe, Kemptner Hütte (1844m) &#8211; Memminger Hütte (2242m)</h3>
<p style="text-align: justify;">Als wir morgens aufstehen sind wir noch ziemlich müde. In der Nacht gab es ein heftiges Gewitter. Da wir direkt unter dem Dach unsere Lager bezogen haben, lagen wir lange wach und hatten das Gefühl, dass draußen die Welt untergehe. Morgens regnet es immer noch Bindfäden. Ab heute laufen wir den E5 Weitwanderweg. Zunächst geht es wieder hinauf zum Mädelejoch. Hier überschreitet man die Grenze zu Österreich. Der Weg hinunter nach Holzgau ist rutschig aber wir kommen gut voran. Auf dem Weg holen wir alle ein, die vor uns losgelaufen sind und finden es amüsant, unsere Bedenken über die unpassende bzw. nicht vorhandene Ausrüstung der Leute auszusprechen. Wir kommen unten heil an, nehmen ein Taxi nach Madau und beginnen um 11.30 Uhr den Aufstieg zur Memminger Hütte (2242m). Es regnet immer noch heftig aber wir sehen viele Gämsen und bestaunen den Wasserfall, an dem wir vorbei müssen. In 2 ½ Std sind wir oben und warten auf die anderen E5-Wanderer.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Gehzeit: 5 Std.</em></p>
<h3 style="text-align: justify;">4. Etappe, Abstieg nach Zams</h3>
<p style="text-align: justify;">Heute ist das Wetter herrlich und wir machen uns gegen 9.00 Uhr startklar, um die mit 6 Stunden angesetzte Tour nach Zams gemütlich anzugehen. Zunächst geht es an einem kleinen See vorbei und dann über Schneefelder sehr steil hinauf zur Seescharte (2600 m). Wir benötigen genau eine Stunde zur Scharte und genießen die geniale Aussicht. Im Osten tun sich die hohen Gipfel der Stubaier Alpen auf. Nun haben wir einen Abstieg vor uns der es in sich haben soll. Es geht rund 2000 Hm hinab ins Dorf Zams. Zunächst müssen wir von der Scharte 800 Hm sehr steil bis zum Ende des Lochbachtals absteigen. Danach wird der Weg angenehmer, führt durch schöne Wälder immer am Bach entlang bis zur Nasse Platte. Jetzt ändert sich der Weg wieder komplett. Wir laufen auf einem Pfad der in die fast senkrechte Wand gemeisselt ist. Die Temperatur auf unserer Uhr zeigt 27 Grad an, die Aussicht ist bezaubernd und neben uns geht es immer tiefer hinab. Schon auf halbem Weg nach Zams spüren wir unsere Füße deutlich und als wir schon nach 4 ½ Std ankommen, wissen wir auch wieso. In Zams kaufen wir ein und fahren mit der Venetbergbahn bis zur Mittelstation. Die Schihütte Zams bietet uns eine angenehme Unterkunft für 20 Euro mit Frühstücksbuffet. Wir verbringen den Abend mit einigen Bierchen auf der Sonnenterrasse, entspannen und bestaunen den Sonnenuntergang über den Lechtaler Alpen.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Gehzeit: 4,5 Stunden</em></p>
<h3 style="text-align: justify;">5. Etappe, Über den Venet nach Wenns und auf zur Braunschweiger Hütte (2759m)</h3>
<p style="text-align: justify;">Die Nacht in der SchiHütte von Zams ist sehr erholsam und so kommen wir nach einem viel zu üppigen Frühstück früher los als wir dachten. Es geht zunächst in der prallen Sonne auf einer der vielen Skipisten hinauf auf den Krahberg. Als wir um 9.00 Uhr oben auf über 2000 m sind, wird uns klar, dass dies ein sehr heißer Tag werden wird. Statt über den Venet zu steigen entscheiden wir uns, auf dem Panoramaweg um den Venet herum zu gehn. So sparen wir eine Stunde während wir von Alm zu Alm Richting Wenns wandern. Besonders beeindruckt hat uns dabei die Larcher Alm. Die Hütte ist winzig, hat keinen Strom und versprüht einen urigen Charm der zum einkehren einläd. Was wir dann natürlich auch getan haben. Nach dem Bierchen in der Sonne gestaltete sich der weitere Weg hinunter nach Wenns sehr lustig. Wir scherzen, kommen schnell voran und brauchen für die Stunde Abstieg gefühlte 15 min. In Wenns treffen wir wieder auf Leute die auch auf dem E5 wandern und nehmen für 6 Euro den Bus nach Mittelberg. Dort packen wir unsere Rucksäcke in die Materialseilbahn und steigen zur Braunschweiger Hütte auf 2759 m auf. Der Weg hinauf ist sehr steil und wird mit jedem Meter anspruchsvoller. Teilweise ist es fast ein Klettersteig und der Schnee macht das ganze nicht einfacher. Die Aussicht auf den Gletscher und die umliegenden Berge entschädigen uns für die Anstrengungen und ohne Gepäck macht uns keiner etwas vor. So bewältigen wir die über 1000 Hm in nicht einmal 2,5 Stunden. Die Hütte ist fast leer, ein Lager kostet für Mitglieder stolze 13 Euro aber die Portionen sind riesig.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Gehzeit 7,5 Stunden</em></p>
<h3 style="text-align: justify;">6. Etappe, Erholungsetappe nach Vent (1900m)</h3>
<p style="text-align: justify;">Als wir aufstehen, sind wir noch fest davon überzeugt, heute einen Ruhetag einzulegen. Wir wollen den Tag gemütlich angehen lassen und nachmittags auf einige Gipfel der Umgebung steigen. Das Wetter und damit auch die Sicht sind aber so schlecht, dass wir uns dafür entscheiden doch nach Vent abzusteigen. Durch teilweise hüfttiefen Schnee geht es zunächst hinauf zum Rettenbacher Joch auf knapp 3000 m. Wir stellen mit Erschrecken fest, dass die Gondelbahn aufgrund von Wartungsarbeiten nicht in Betrieb ist. Wir steigen also durch Tiefschnee hinab zur Talstation der Gondel. Dort teilen wir uns mit anderen Bergwanderern ein Taxi. Vorbei an Hochsölden geht es hinunter nach Sölden und dann Richtung Zwieselstein. Von hier trampen wir nach Vent. Nach dieser kurzen und entspannenden Etappe kommen wir im Gasthaus Elisabeth in Vent unter. Dusche, Käsespätzle, Bett, Fernsehen &#8211; was für ein Luxus! Das nette Hausmädchen wäscht sogar unsere Wäsche. Was will Man(n) mehr?</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Gehzeit: 1,5 Stunden</em><em><br />
</em></p>
<h3 style="text-align: justify;">7. Etappe, Hinauf zur Similaunhütte (3019m)</h3>
<p style="text-align: justify;">In einem langgezogen Tal geht es hoch hinaus zur Martin-Busch-Hütte. Der Weg ist breit und autotauglich. Nach ausgiebiger Rast geht es weiter zur Similaun Hütte auf 3019 m. Ab 2600 m liegt Schnee und uns kommen sogar Skitourengänger entgegen. Die Similauen liegt im Nebel und wir beschließen am nächsten Tag zuerst den Berg zu besteigen und dann abzusteigen. Es ist der 20. Juni 2009 , es liegt auf 3000 m noch mehr als ein Meter Schnee und es hat tagsüber um die Null Grad. Nach einem Bier und Abendessen in der gut besuchten Hütte machen wir uns auf den Weg zur Ötzi Fundstelle. Der Weg ist stark vereist und so müssen wir auf halber Strecke umkehren. Früh liegen wir im vollbesetzten Matratzenlager. Morgen sind wir nach ein paar Schritten bereits in Italien.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Gehzeit: 5,5 Stunden.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #808080;"><em>Von Christian Tubach<br />
</em></span></p>
<p style="text-align: center;"><strong> </strong><strong>Hier geht es zu den <a title="Alpenüberquerung – Oberstdorf bis Bozen (Part II)" href="http://www.alternativroute.de/2009/10/alpenuberquerung-oberstdorf-bis-bozen-part-ii/">Etappen 8 bis 14</a> auf der italienischen Seite (Part II).</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong><br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.alternativroute.de/2009/10/e5alpenuberquerung-oberstdorf-bis-bozen-part-i/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wintercampen am Rubihorn</title>
		<link>http://www.alternativroute.de/2009/03/wintercampen-am-rubihorn/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=wintercampen-am-rubihorn</link>
		<comments>http://www.alternativroute.de/2009/03/wintercampen-am-rubihorn/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 16 Mar 2009 10:55:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kamil Glowatz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Winter]]></category>
		<category><![CDATA[Oberstdorf]]></category>
		<category><![CDATA[Rubihorn]]></category>
		<category><![CDATA[Schneeschuhwandern]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.alternativroute.de/?p=270</guid>
		<description><![CDATA[Etwas spät brechen wir in diesem Jahr zu unserem obligatorischen „Wintercampen“ auf. Trotz des nun nahenden Frühlingsanfangs und den steigenden Temperaturen wurden wir auf unserer viertägigen Wintertour keinesfalls enttäuscht – ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<fb:like href='http://www.alternativroute.de/2009/03/wintercampen-am-rubihorn/' send='true' layout='standard' show_faces='true' width='450' height='65' action='like' colorscheme='light' font='lucida+grande'></fb:like><p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Etwas spät brechen wir in diesem Jahr zu unserem obligatorischen „Wintercampen“ auf. Trotz des nun nahenden Frühlingsanfangs und den steigenden Temperaturen wurden wir auf unserer viertägigen Wintertour keinesfalls enttäuscht – ganz im Gegenteil- es schneite jeden Tag aufs Neue und die mitgebrachten Köstlichkeiten luden zum Genießen in einer schneeweißen Idylle ein.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><strong>Ort:</strong> Deutschland/Bayern/Allgäu/Oberstdorf</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><strong>Oberallgäuer Wanderweg (Oberstdorf) Seealpe / Gaisalp / Rubihorn</strong></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><strong>Dauer:</strong> 08. Bis 11.03.09 (4 Tage)</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><strong>Temperaturen:</strong> -2 bis 1 °C</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><strong>Essensplan:</strong> (Outdoor Kochrezepte gibt´s <strong>[intlink id="383" type="post" target="_self"]hier[/intlink]</strong>)</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><strong><span style="text-decoration: underline;">Tag 1: </span></strong></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center;"><span style="color: #008000;">Abend: Rindersteaks mit Senf und Brot</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center;"><span style="color: #008000; text-decoration: underline;"><strong>Tag 2:</strong></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center;"><span style="color: #008000;">Frühstück: Rührei mit Speck und Brot</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center;"><span style="color: #008000;">Mittag:Brot mit Konserven (Bierwurst und Leberwurst)</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center;"><span style="color: #008000;">Abend: Wiener mit Spätzle und Sauerkraut</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center;"><span style="color: #008000; text-decoration: underline;"><strong>Tag 3:</strong></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center;"><span style="color: #008000;">Frühstück: Rührei mit Speck und Brot</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center;"><span style="color: #008000;" lang="EN-US">Mittag: Brot mit Camembert „Rustique“</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center;"><span style="color: #008000;">Abend:Bratwürste mit Kartoffelbrei und Rahmsauce</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center;"><span style="color: #008000; text-decoration: underline;"><strong>Tag 4:</strong></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center;"><span style="color: #008000;">Frühstück: Chocopops mit Milch, Hochzeitssuppe mit Brot</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center;"><span style="color: #008000;">Mittag: Kartoffelbrei mit Wiener</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Als Ziel unserer diesjährigen Tour haben wir uns die Oberallgäuer Alpen herausgesucht. Bereits 2006 waren wir in der Nähe unseres jetzigen Zielortes (damals Grasgehren) und wollten daher unbedingt noch einmal ins schneeweiße Allgäu zurück.Unsere Reiseroute führte uns zunächst in das ca. 350 km entfernte Oberstdorf, das vor allem aufgrund der Skisprungschanzen bestens bekannt ist.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Bei unseren Wintertouren haben wir nicht das Ziel vor Augen, möglichst viel zu Wandern, sondern vielmehr zu entspannen und uns in der herrlichen Winterlandschaft mit Glühwein und kulinarischen Köstlichkeiten aus der Outdoorküche zu verwöhnen. Daher sind wir auch auf keine feste Route fixiert und machen auch an jenen Plätzchen früher Halt, an denen es uns am besten gefällt. Wie der Name „Wintercampen“ schon sagt, steht das „Chillen“ bei einer solchen Tour im Vordergrund.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Ausgerüstet mit viel Nahrung, warmer Kleidung und Schneeschuhen fuhren wir zunächst mit der Nebelhornbahn zur ersten Station „Seealpe“. Von dort aus planten wir um oder auf das Rubihorn (1952 m) zu wandern, was sich aber nach Information eines Hüttenbesitzers aufgrund der hohen Lawinengefahr (Stufe 4) als schlechte Idee herausstellte. Zur weiteren Routenplanung bevorzugten wir es dann, unser neues geräumiges Zelt ein paar Gehminuten von der Station entfernt auf einem freien Schneefeld aufzustellen. Von dort aus bot sich ein wunderschöner Blick auf Oberstdorf und die umliegenden Dörfer an, der vor allem nachts durch die Beleuchtung ein wunderschönes Bild darstellte.Die Nachttemperaturen lagen knapp unter dem Gefrierpunkt. Die erste Nacht gab uns trotz der warmen Temperaturen keine Ruhe. Durch den immer stärker werdenden Schnee- und Graupelfall drohten unsere Eingänge komplett zu verschneien. Aus Angst um das Zelt hatten wir die ganze Nacht hinweg den Schnee mit der Schaufel beiseite räumen und die Oberflächen von der Last befreien müssen.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Am nächsten Morgen bestaunen wir die schneeweiße Pracht um uns herum, die ohnehin schon enorm war. Mit unseren Schneeschuhen an den Füßen gleiten wir nach einem kräftigen Frühstück über den Neuschnee etwas talabwärts hinab, bis wir den Oberallgäuer Rundwanderweg erreichen, der etwas besser zu begehen ist. Entlang dieser Route, immer mit Blick auf das Rubihorn, durchqueren wir einige eisige Schneepassagen, bis wir schlussendlich abseits des Weges einen traumhaften Zeltplatz mit freiem Blick auf die umliegenden Berglanschaften vorfinden.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Am Dienstag näherten wir uns immer mehr dem Rubihorn. Den ganzen Tag hinweg fiel Schnee vom Himmel, sodass wir auf dieser Reise nur sehr wenig Sonne aber dafür umso mehr Schnee zu sehen bekommen haben. Diesem Umstand verdanken wir aber unsere sehr schöne und individuelle Vorzelteinrichtung, die wir uns jeden Tag mühsam aus dem Schnee schaufelten und anschließend formten. Als Highlight gab es eine „Bar“ obendrauf.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Aufgrund des Schneereichtums und der eindrucksvollen Landschaften werden wir sicherlich im Winter noch einmal nach Bayern zurückkehren.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span style="color: #808080;"><em>Von Kamil Glowatz</em></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.alternativroute.de/2009/03/wintercampen-am-rubihorn/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Auf eisernen Spuren im Tafjordgebirge</title>
		<link>http://www.alternativroute.de/2007/07/auf-eisernen-spuren-im-tafjordgebirge/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=auf-eisernen-spuren-im-tafjordgebirge</link>
		<comments>http://www.alternativroute.de/2007/07/auf-eisernen-spuren-im-tafjordgebirge/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 Jul 2007 11:35:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kamil Glowatz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sommer]]></category>
		<category><![CDATA[Björli]]></category>
		<category><![CDATA[Norwegen]]></category>
		<category><![CDATA[Tafjordfjella]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.alternativroute.de/?p=277</guid>
		<description><![CDATA[Mitte Juni 2007 war es endlich so weit, wir zogen los um das Tafjord – fjella zu überqueren. Dieses unbewohnte Bebirge in West – Norwegen hatten wir gewählt weil es ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<fb:like href='http://www.alternativroute.de/2007/07/auf-eisernen-spuren-im-tafjordgebirge/' send='true' layout='standard' show_faces='true' width='450' height='65' action='like' colorscheme='light' font='lucida+grande'></fb:like><p class="MsoNormal">Mitte Juni 2007 war es endlich so weit, wir zogen los um das Tafjord – fjella zu überqueren. Dieses unbewohnte Bebirge in West – Norwegen hatten wir gewählt weil es touristisch nicht so erschlossen ist wie zum Beispiel Jotunheimen oder Rodane. Zudem legten wir unser Tourbewusst 2 Wochen vor Saison um wirklich alleine unterwegs zu sein. Nach einer Nacht in der Jugendherberge in Oslo nehmen wir den ersten Zug richtung Norden. Nach 2 Jahren ist es schön endlich wieder hier zu sein denke ich mir als der Zug sich seinen Weg immer höher ins gebirge bahnt. Es ist ein wunderschöner tag und als wir die letzten Besorgungen in Björli, unserem Ausgangpunkt machen, bin aufgeregt wie immer wenn es auf eine lange Tour geht. Es liegen etwa 100 Kilometer Gebirge vor uns bis wir letztlich unseren Zielort Tafjord erreichen.</p>
<h3 class="MsoNormal">Die ersten Tage</h3>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Obwohl wir wirklich durchdacht bepackten haben wiegen unsere Rucksäcke um die 26 kg und nach jeder Mahlzeit freuen wir uns doppelt. Zum einen, dass der Magen nicht mehr knurrt zum andern, dass ein Tick weniger Gewicht auf den Schultern liegt. Zu unserem erstaunen liegt ab 700m noch Schnee in diesem Jahr, wir nehmen es gelassen denn die Sonne scheint undder Schnee trägt einigermaßen gut so dass wir gut vorankommen. Entlang edylischer Seen und über die ersten hohen Gipfel geht es immer weiter ins Gebirge. Es ist Vor-Saison deshalb müssen wir manchmal Furten, das Schmelzwasser lässt die Flüsse enorm anschwellen. Einmal bauen wir uns sogar eine Behelfsbrücke aus einem Balken den wir am Fluss finden. Wir freuen uns, dass die erwartete Moskitoplaque erstaunlich erträglich ausfällt.</p>
<h3 class="MsoNormal">Im Gebirge</h3>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Am 5 Tag auf im Schnitt 1200m liegt ein guter Meter Schnee und es fängt an zu nieselen und es wird jetzt Tagsüber nicht wärmer wie 7 Grad. Die Landschaft die sich uns bietet entschädigt uns dennoch für einiges. Auf einem der kahlen Gipfel stehen, bewunderen wir wie Flüsse und Seen ellegant ineinander übergehen und der Tiefnebel eine ganz besondere Stimmung verbreitet. In der nähe der Hütte Torsu, welche die Halbzeit einläutet, finden wir Bärenspuren und sind irgendwie froh, dass wir den Bär nicht sehen und seine Färte unsere nur kreuzt und ins parallel verlaufende Tal führt. Der Regen hält an und so langsam weicht alles durch doch wir halten uns mit Kartenspielen, Keksen und heißer Suppe bei Laune. Das Zelt wird zum Aufenthaltsraum, Trockenkammer, Küche und natürlich Schlafzimmer. Normallerweise kann man hier in Hütten schlafen und Sachen trocknen aber zu dieser Zeit sind alle noch zu. Irgendwann <em>muss</em> der Regen ja aufhören!</p>
<h3 class="MsoNormal">Langer Abstieg ins Tal</h3>
<p class="MsoNormal">Richtung Nord-West zieht sich der Pfad dem wir nun drei Tage folgen. Immer Am Fluss entlang und nach riskanten Abstiegen über naße Felsen und Schnee schlagen wir unser Zelt an einem kleinen See auf. Es hört auf zu regnen und wir fischen und fangen Forellen. Eine willkommenen Abwechslung nach sieben Tagen Nudeln mit Sauce obwohl die auch nie schlecht schmecken.</p>
<p class="MsoNormal">Wir sitzen bis spät am Lagerfeuer und reflektieren die letzten Tage. Rechts und links steile Wände und nicht all zu weit entfernt hören wir den Muldalsfossen rauschen, einen der höchsten Wasserfälle Europas.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Am achten Tag zeigt sich die Sonne wieder und auf dem sich ewig ziehenden Weg zu unserem letzten Zeltplatz im Gebirge folgt uns ein Falke der lautstark sein Revier vor den <em>Fremden </em>verteidigt. Er hat Recht, dies ist sein Revier!</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span style="color: #888888;"><em>Von Christian Tubach</em></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.alternativroute.de/2007/07/auf-eisernen-spuren-im-tafjordgebirge/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

