Auf unseren Touren sind wir stets mit sehr viel Equipment unterwegs. Zum Erfolg der Tour gehört nämlich nicht nur das Planen der Route sondern auch eine gute Ausrüstung, die sorgfältig ausgewählt werden sollte. Die Funktionalität und Qualität der Ausrüstung, das Gewicht und die praktische Verstauung der Gegenstände sind für Trekker das A und O und nicht zuletzt in vielen Situationen auch überlebenswichtig.
Deshalb stellen wir hier allen Interesserierten eine Auswahl an Equipment zusammen, geben generelle Tipps und dazu auch unser Know-How an euch weiter, das wir durch unsere Touren bisher angesammelt haben. Mit der nachfolgenden Auswahl möchten wir Sie an unseren Erfahrungen teilhaben lassen und informieren, was Sie unbedingt auf einer Wanderung dabei haben und beachten sollten und auf was gut verzichten werden kann.
Das Angebot ist alphabetisch nach dem Anfangsbuchstaben des Equipments geordnet und wird ständig aktualisiert. Falls Sie Anregungen haben, freuen wir uns jederzeit übere eine E-Mail.
wegGefährte Know-How:
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
B
1. Brillen
G
1. Geschirr
H
1. Hosen
J
1. Jacken
K
- Küche
- Kocher
L
1. Licht
M
1. Möbel
O
1. Orientierung
- Karte
- Kompass
- Uhr
P
1. Pflegemittel
- Pflege
- Insektenschutz
R

I. Reiseapotheke
Geschrieben von Kamil Glowatz, Rettungssanitäter beim Rettungsdienst
Bitte beachten Sie folgenden wichtigen Hinweis: Die hier nachfolgend gemachten Angaben sind persönliche Empfehlungen aufgrund eigener Erfahrungen des Autors. Sollten Sie weitere oder spezielle medizinische Fragen haben, wenden Sie sich an ihren Hausarzt, einen Facharzt oder einen Apotheker!
1. Allgemeine Informationen / Erste Hilfe
Gesundheit ist ein unverzichtbares und kostbares Gut, egal wo Sie sind und was auch immer Sie tun. Achten Sie auf ihre Gesundheit und die ausreichende Versorgung ihres Körpers, besonders wenn Sie sich auf ihrer Reise in weniger bewohnten Gebieten aufhalten. Wie wichtig dieser Grundsatz ist, wird uns immer wieder bewusst, wenn wir jenseits der Zivilisation unterwegs sind. In solchen abgelegenen Gebieten sind Sie meist auf sich alleine gestellt. Eine qualifizierte medizinische Versorgung ist dann auch bei gutem Handyempfang noch hunderte Kilometer weit entfernt. In einer Notfallsituation ist es daher auch für Trekker nicht unerlässlich, sich vor Beginn der Reise ausführlich mit den drohenden Gefahren und Verletzungsmustern auseinanderzusetzen. Dazu gehören vor allem auch Informationen zum Reiseort und insbesondere den dort lauernden Gefahren für die Gesundheit. Hier sind möglicherweise im Vorfeld Schutzimpfungen empfohlen. Wer auf die regelmäßige Einnahme von Medikamenten angewiesen ist, sollte sich einen Vorrat zusammenstellen und auch eine unvorhergesehene Verlängerung der Reise mit einplanen. Wählen Sie dann auch nur Arzneimittel aus, die sich bei Ihnen bewährt haben und die Sie gut vertragen. Denken Sie stets daran, dass ihr gesundheitliches Wohlbefinden in jeder Situation Priorität haben sollte und Sie die Grenzen ihrer körperlichen Belastbarkeit dahingehend früh zu schätzen lernen.
Um die ersten Züge der “Ersten Hilfe” kennen zu lernen, empfehlen wir ihnen eindringlich einen Erste Hilfe Kurs in ihrer Umgebung zu besuchen oder aufzufrischen, wenn dieser länger als zwei Jahre zurückliegt. Im Rahmen dieser Ausbildung erlernen Sie erste wichtige Punkte der Lebensrettung, die Sie auch auf ihre Wandertouren mitnehmen können. Bei der Ersten Hilfe hat sich in den letzen Jahren einiges getan, sodass auch Menschen, die bereits vor einigen Jahren einen Kurs besucht haben, unbedingt eine neue Schulung mitmachen sollten. Im Großen und Ganzen wurde die Erste Hilfe vereinfacht, um den Ersthelfern die Angst vor dem Helfen zu nehmen. Wo und Wann Sie an einem Kurs teilnehmen können, erfahren Sie bei den Hilfsorganisationen.
Leider fällt die Reiseapotheke häufig etwas mager aus, weil der Rucksack mit anderem Mist zugemüllt wird und es daher meist an Platz fehlt. Eine gut ausgestattete Reiseapotheke wiegt nicht viel und kann auch kompakt gepackt werden. Auf platzraubende Beipackzettel oder Schachteln kann dann getrost verzichtet werden, wenn Sie diese längere Zeit einnehmen und mit den Hinweisen und Nebenwirkungen bestens vertraut sind. Was in eine handliche Backpacker Reiseapotheke gehört möchten wir Ihnen im Einzelnen hier erläutern:
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a) Verbandszeug / Wundversorgung
Sie geraten auf ihren Trekkingrouten nicht immer auf ideale Bodenverhältnisse. Wer gerne in der Wildnis unterwegs ist, weiß, dass der Weg häufig durch unwegsames Gelände führt, Flüsse überquert werden müssen und der Abhang eines Gebirges direkt neben einem ungeschützten Weg liegen kann. Das Wandern auf solchen Wegen macht einen großen Spaß erfordert gleichzeitig aber eine hohe Konzentration, weil ein falscher Tritt mit einer erheblichen Verletzung enden kann. Deswegen ist es notwendig, ausreichend medizinische Materialien mit auf die Reise zu nehmen. Aufgrund des breiten Gebietes werden hier nur die “häufigsten” Methoden zur schnellen Versorgung angeboten. Andere Fälle und eine ausführlichen Erste-Hilfe Beschreibung finden Sie an anderen Stellen im Internet. Bei einem Sturz, wo eine Wundversorgung nötig wird empfehlen wir Ihnen unbedingt folgende Utensilien:
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aa) Desinfektion
Unverzichtbares Utensil zur Wundversorgung ist die vorherige Desinfektion der Wunde, um Verunreinigungen und Bakterien erst nicht in den Körper gelangen zu lassen. Hierfür gibt es gute Mittel (Alkohole z.B. Ethanol, Isopropanol, Phenyxoethanol wie Braunol, auch für die Reiseapotheke, weil sie schnell wirken und insgesamt gut verträglich sind. Halten Sie Abstand zu Jod-Präparaten, weil sie z.T. unverträglich sein können. Eine Ausnahme bilden hier die Povidon-Jode, weil sie das Jod nur langsam freisetzen (Verwendung auch bei Desinfektion im OP-Bereich, weil die Keimabtötung innerhalb kürzester Zeit erfolgt). Die Kombination Phenoxyethanol/Octenidin wird von unserer Seite aus zur Desinfektion von Wunden empfohlen, weil sie nicht so stark brennen und dennoch ein wirksamer Effekt erzielt werden kann. Für kleinere Schnittwunden können auch sterile Wundpflaster (sog. Klammerplaster) geeignet sein, da sie einige Tage auf der Wunde kleben bleiben, die Wunde sterilisieren, den Wundverschluss begünstigen und die Bildung von Narben verhindern können. Die Wundränder sollten hier aber sauber desinfiziert sein und zudem eine glatte Oberfläche aufweisen, da es sonst zu sog. Wundtaschen kommen kann. Das Wundpflaster eignet sich für kleinere Wunden.
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bb) Anlegen eines Verbandes
Bei einem etwas schwereren Sturz mit Blutausfluss kann man mit einem (Druck-)Verband größere Blutungen vorübergehend gut in den Griff bekommen. Eine wirksame Blutstillung können Sie auch vornehmen, indem sie die Wunde oberhalb mit einem Stück Kleidung o.a. abbinden. Lagern Sie die betreffende Extremität (z. B. Bein, Arm) hoch, sodass der Blutdurchfluss verringert wird. Sollten Sie die Wunde direkt abdrücken müssen, empfiehlt es sich, beim Verbinden ein anderes Päckchen in den Verband einzubinden, um einen Druck auf die Wunde herbeizuführen. Je nach Schwere der Verletzung oder sollte die Wunde nicht aufhören zu bluten sollten Sie einen Arzt konsultieren.
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cc) Schienen
Muss eine Extremität z. B. bei einem geschlossenem Handgelenks-, Arm oder Beinbruch (Bruch=Fraktur) ruhig gestellt werden, dann kann das Anlegen einer Schiene sinnvoll sein, weil Sie die Schmerzen so ein wenig lindern können. Bei einer Fraktur besteht nämlich die Gefahr, dass durch unnötige Bewegung die Knochenenden aneinander reiben und so schmerzen verursachen. Schienen Sie z.B. mit einem geraden Stock oder Holzstück die zwei benachbarten Gelenke mit einem Verbandpäckchen oder einer Mullbinde. Wir haben ein Dreiecktuch dabei – das Schienen ist damit auch wunderbar (v.a. Unter- und Oberarm/Schulterbereich). Auf den Sam-Splint kann trotz der sicher praktischen Anwendung in der Notfallmedizin aus Platzgründen aber verzichtet werden.
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dd) Wundpflaster
Für kleinere Verletzungen empfehlen wir auch normale Wundpflaster mitzunehmen, die einen extrem starken Halt bieten und gegen Dreck und Feuchtigkeit resistenter sind. Diese sollten sie aufgrund des kleinen Packmaßes immer in der Reiseapotheke haben. Sie sind praktisch bei kleineren Blessuren.
2. Nützliches Zubehör
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a) Kleiderschere
Zum unerlässlichen Zubehör gehört vorrangig eine (Kleider-) Schere. Eine kleine, einfache Schere im Taschenmesser ist bei wirklich wichtigen Dingen schnell überfordert. Sie gelangt daher schon an ihre Grenzen,wenn z.B. zur Notfallversorgung Kleidung aufgeschnitten werden muss. Auch Pflaster und Verbände können so ideal zugeschnitten werden. Bitte beachten Sie auch, dass die Schere aus Hygienegründen auch möglichst sauber bleiben sollte (also bitte keine Milchtüten, Dosen, Blumen oder sonstiges abschneiden *grins*)
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b) Pinzette
Eine Pinzette (z.B. zum Entfernen von kleinen Fremdkörpern) sollte auch in die Reiseapotheke. Wir haben eine im Taschenmesser, die genügt hinreichend. Eine Zeckenpinzette halten wir für unnötig (dazu auch weiter unten).
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c) Pflasterrolle
Für einen besonders guten Halt sorgen medizinische Pflasterrollen. Ob sie nun eine Kompresse, einen Verband oder andere Dinge damit fixieren, sie ist vielseitig nutzbar und auf ihrer Reise unverzichtbar.
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d) Handy
Besonders zum Absetzen eines Notrufs ist ein Handy besonders wichtig. Mittlerweile sind diese Teile so klein und flach, dass sie ohnehin nicht mehr aus der Tasche wegzudenken sind. Die internationale Rufnummer für Rettungsdienste und Feuerwehr lautet übrigens 112. Dies gilt auch für Deutschland. Wichtig! Sie könnten auch sehr gut in einem abgelegenen Gebiet einen Notruf absetzen! Verlassen Sie sich also nicht ausschließlich auf den “Empfang” ihres Netzbetreibers. Um einen Notruf abzusetzen müssen Sie zudem keine PIN eingeben. Einfach Handy einschalten und bei PIN die “112″ eintippen.
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e) Zubehör zum Entkeimen von Wasser
Wer gut und gerne wandert, legt schon mal Wege im zweistelligen Kilometerbereich zurück. Abhängig von der Temperatur und unseres gesundheitlichen Zustandes verbrauchen wir sehr viel Flüssigkeit über den Tag hinweg. Deshalb ist es sehr wichtig, diesen Verlust wieder durch Trinken auszugleichen. Was nun zu idealen Reisegetränken gehört soll an dieser Stelle nicht mehr breitgetreten werden. Sicherlich sind isotonische Getränke optimal, aber den Rucksack mit solchen vollzustopfen ist eher keine gute Idee, weil man diese ja auch die ganze Zeit mit sich rumschleppen müsste. In den meisten Fällen wird man sich daher auf „herkömmliches“ Wasser beschränken müssen.
Bisher hatten wir noch keine gesundheitlichen Probleme durch Trinken von Flusswasser. Es ist uns jedoch bewusst, dass in sehr vielen Gewässern meist Verunreinigungen und Keime vorzufinden sind. Auch wenn das Wasser sehr gut schmeckt und sehr klar aussieht können sich darin viele Bakterien tummeln. Denken Sie nur an die ganzen Tierchen in der Wildnis, die im Wasser oder direkt daneben ihre Notdurft verrichten (als ein Beispiel). Deswegen hier eine kurze Anleitung und ein paar Möglichkeiten, wie Sie Wasser weitgehend entkeimen können:
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aa) Abkochen
Einfach das Wasser abkochen, das vernichtet die meisten Bakterien.
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bb) Tabletten
Kaufen Sie sich spezielle Tabletten (Chlor, Silbernitrat) zum Entkeimen. Diese wirft man einfach in die Flasche und wartet eine gewisse Zeit (30 – 60 Min.) bis das Wunder vollbracht ist.
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cc) Wasserfilter
Eine sicher sinnvolle Art der Entkeimung erfolgt mit einem speziellen Filter. Dieser Wasserfilter funktioniert meist mit einem Aktivkohlefilter.
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dd) PET& Sonne
Etwas ungewöhnlich ist die PET & Sonne Alternative. Wir empfehlen Sie nicht, aber es ist dennoch interessant, dass es sie gibt. Einfach Wasser in eine PET-Flasche abfüllen und ca. fünf Stunden in die Sonne stellen. In der Flasche befindliches, verkeimtes Wasser wird durch die Sonneneinstrahlung mit Ultraviolett-Strahlen behandelt und einer hohen Temperatur ausgesetzt. Die UV-Strahlen zerstören die Zellen der Krankheitserreger. Forscher haben herausgefunden, dass durch diese Methode die Anzahl der Bakterien und Viren um das tausendfache reduziert werden kann. Zur Anwendung kommt diese außergewöhnliche Methode vor allem in Dritten Welt Ländern.
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f) Blasenpflaster
Sitzt man in unbequemen, vielleicht noch neuen Schuhen, so ist es manchmal möglich, das sich bei einer längeren Wanderung Blasen auf den Füßen bilden. Diese können sehr schmerzhaft sein. Grundsätzlich sollten sie diese nicht selbst verarzten. Wir haben mit Compeed Blasenpflastern sehr gute Erfahrungen gemacht. Einfach drauf – Füße schonen und die Blasen sind vielleicht weg. Und wenn nicht, dann hatten lindern diese zumindest den Schmerz beim Weiterlaufen. Zum Thema Füße ist gegen Schweißgeruch auch ein Fußbalsam oder ein Fußspray sehr wirkungsvoll. Ob sie diese in ihre Apotheke aufnehmen möchten, überlassen wir Ihren eigenen Bedürfnissen.
3. Medikamente, ihr Nutzen und wichtige Nebenwirkungen
Eine Wanderung ohne Medikamente ist für uns unvorstellbar, selbst wenn es nur eine Schmerztablette ist. Wir empfehlen daher eine knapp ausgewählte Medikamentenapotheke. Erstellen Sie zunächst eine Medikamentenliste von den Medikamenten, die sie aufgrund Ihrer Vorerkrankungen regelmäßig einnehmen müssen. Im Notfall kann sich das Rettungspersonal so schnell einen Überblick ihrer Medikation und den evtl. damit verbundenen Vorerkrankungen machen. Dazu gehören auch weitere Nachweise (z.B. Allergien, Blutgruppe, Kontaktpersonen, Marcumar-Ausweis, Versichertenkarte). Sie sollten sich zudem bei ihrer Krankenkasse informieren, ob im Reiseland ein genügender Versicherungsschutz für Sie besteht. Ein Abschluss einer Zusatzversicherung kann manchmal empfehlenswert sein. Sollten Sie beispielsweise mit einem Hubschrauber geborgen werden kann dies in den meisten Fällen ein kostspieliges Vergnügen werden.
Überprüfen Sie das Verfallsdatum ihrer Medikamente! Dieses finden Sie meist in Form einer „Sanduhr“ auf der Schachtel oder dem Medikament selbst. Das Verfallsdatum gilt grundsätzlich für ungeöffnete Medikamente.
Wir raten Ihnen davon ab, Medikamente, auch wenn sie möglicherweise im Ausland günstiger sind, dort auch einzukaufen. Nehmen Sie Medikamente mit, die sich bei Ihnen bewährt haben und die sie gut vertragen. Im Ausland kursieren oftmals gefälschte Präparate, die lebensbedrohende Nebenwirkungen aufweisen können. Von daher Finger weg von Billigpräparaten aus dem Ausland!
Achten Sie auf die Temperatur der Medikamente. Wir empfehlen hier zwar keine kühlpflichtigen Medikamente, es könnte jedoch vorkommen, dass Sie Medikamente mitnehmen müssen, die kühl gelagert werden müssen. In der Regel reicht es aber aus, wenn Sie darauf achten, dass die Medikamente nicht direkter Sonneinstrahlung ausgesetzt werden sollten, weil sie sonst ihre Wirkung verlieren könnten. Schlucken Sie nur Medikamente, die original verpackt sind und Sie diese auch zuordnen können. Lose, im Rucksack verlorene Tabletten sofort wegwerfen.
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a) Ihre persönliche medikamentöse Grundausstattung
Wie schon erläutert, nehmen Sie alle notwendigen, auf die eigene Bedürfnisse ausgerichtete Tabletten mit. Sparen Sie Platz, indem Sie etwaige Beipackzettel u. Verpackungen wegwerfen (hierzu gilt das bereits oben Gesagte). Die regelmäßige Einnahme sollten Sie oder ihr/e Gefährte/n stets kontrollieren. Leiden Sie an besonderen Erkrankungen, dann vergessen sie nicht ihre Reiseapotheke mit Medikamenten gegen Allergien, Infektionen, Herpes, Blasen usw. auszustatten.
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b) Zusätzliche Medikamente
Neben ihren persönlichen Medikamenten empfehlen wir Ihnen für spezielle Situationen die folgenden Präparate:
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aa) Gegen Übelkeit und Erbrechen
wirkt MCP (Metoclopramid) sehr gut, ist jedoch verschreibungspflichtig. Es taucht mit verschiedenen Handelsnamen auf (z.B. Paspertin), hat jedoch den gleichen o.g. Wirkstoff. Dieses Präparat wird zudem in der Notfallmedizin verwendet und hat sich dort bewährt. Ob Sie auf “Travelgum” stehen, müssen Sie im Zweifel selbst ausprobieren. Wir halten es jedenfalls in unserer Apotheke für überflüssig.
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bb) Durchfall
Die Ursache von Durchfall kann vielfältig sein. Da ihr Körper beim Durchfall viel Flüssigkeit verliert ist es wichtig, dass sie diese wieder zuführen. Liegt die Ursache in verkeimten Wasser, so ist eine Entkeimung unabwendbar. Methoden hierzu haben wir weiter oben aufgestellt. Beachten Sie daher auch immer die Grundsätze der Nahrungsmittelhygiene. Dazu gehört nicht nur die Haltbarkeit ihrer Nahrung sondern auch ihre persönliche Hygiene. Reinigen Sie ihre Hände mit Wasser und einer speziellen biologisch abbaubaren Seife, um Bakterien nicht in den Körper gelangen zu lassen.
Eine wichtige Maßnahme bei Durchfall ist daher der Ersatz von Wasser und Salzen, die der Körper verloren hat, beispielsweise mit einem Elektrolytpulver. Bei akutem Durchfall sollten sie daher einen halben Liter abgekochtes Wasser und einen darin gelösten halben Teelöffel Salz und fünf Teelöffel Traubenzucker zu sich nehmen – und davon am Besten drei Liter am Tag trinken. Übrigens: Das alte Rezept Cola und Salzstangen ist ungeeignet und kann den Durchfall sogar verschlimmern. Als medikamentöse Hilfe empfehlen wir Loperamid (Wirkstoff aus Imodium), weil es schnell wirkt und den Kreislauf kurzzeitig stabilisert. Der Durchfall lässt sich mit diesen Mittelchen nur kurzfristig, jedoch nicht gänzlich bekämpfen. Daneben gibt es noch die altbewährten Kohletabletten, die auch nützlich sein können. Da wir aber vom „worth case“ ausgehen, sollte auf Loperamid nicht verzichtet werden.
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cc) Verstopfung
Gelegentlich kommt es auch zu einer Verstopfung. Achten Sie auch hier darauf, genügend Flüssigkeit zu sich zu führen. Ballaststoffreiches Essen wie Obst (hier z.B. Tüten mit getrocknetem Obst wie Pflaumen, Aprikosen usw…) sowie spezielles Brot können hier auf Dauer Abhilfe schaffen.
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dd) Allergien
Medikamente gegen allergische Reaktionen – Sind Sie Allergiker so ist es für sie überlebenswichtig, ihre zuvor ausgewählten Medikamente einzunehmen.
Gegen Juckreiz helfen Salben Antihistaminika w.z.B. das Fenistil Gel zum Auftragen auf die Haut, das überdies eine kühlende Wirkung erzielt.
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ee) Halsschmerzen
Medikamente gegen Halsschmerzen: Bei HHalsentzündungen können Medikamente mit desinfizierender Wirkung Linderung bringen. Oft ist in diesen Medikamenten noch zusätzlich ein schmerzstillender Wirkstoff enthalten. Bei starken Schmerzen und Fieber sollten Sie jedoch einen Arzt aufsuchen
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ff) Augenbeschwerden
Staub, Wind oder Licht verursachen auf Reisen häufig Bindehautentzündungen. Eine Sonnenbrille sollten Sie deshalb auf alle Fälle dabei habenn. Lindernd wirken abschwellende Augentropfen. Auch so genannte künstliche Tränen helfen bei leichter Reizung und Augentrockenheit. Ist die Augenreizung allergisch bedingt, helfen antiallergische Augentropfen.
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gg) Schutz vor UV-Strahlung
Sonnenschutz: Je nachdem in welches Reiseland sie gehen wird die Wichtigkeit eines Sonnenschutz höher oder niedriger. Bedenken sie jedch, das gerade in höheren Lagen das Wetter ständig wechseln kann und die Sonnenstrahlen im Gebirge eine stärke Wirkung haben als auf flachem Festland. Das gleiche gilt durch die Abstrahlung im Wasser. Von daher sollten sie immer einen Sonnenschutz (Schutzstärke je nach Hauttyp und Reiseziel) mi im Gepäck haben. Damit vermeiden Sie nicht nur einen lästigen Sonnenbrand, Sie beugen auch möglichen Langzeitfolgen wie Hautkrebs vor. Bei leichten Verbrennungen helfen gelegentlich Après-Cremes oder auch Fenistil am besten als kühlendes Gel.
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hh) Insektenschutz
Ein guter Schutz vor Mückenstichen ist in Gebieten wichtig, in denen z.B. Malaria, Gelbfieber, Dengue-Fieber oder die japanische Enzephalitis verbreitet sind. Von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird der Wirkstoff Bayrepel® empfohlen. Er ist in Deutschland in dem Präparat Autan® enthalten. Mittel auf der Basis ätherischer Öle wie Teebaumöl, Zitronenöl oder Kokosöl haben eine schwächere und kürzere Wirkung und sind daher in solchen Risikogebieten nicht zu empfehlen. Wer schon einmal mit der Mückenplage in Skandinavien zu kämpfen hatte, weiß, dass die Biester gegen Autan resistent sind. Hier empfehlen wir das Präparat OFF!, dass man dort vor Ort kaufen kann. Gegen Mücken bot dies den besten Schutz.
Eine Zeckenzange würden wir nicht zur Reiseapotheke hinzufügen. Hier tut es auch eine einfache Pinzette (w.z.B im Taschenmesser). Beim Entfernen einer Zeke ist Vorsicht geboten. Die Methode wird an anderen Stellen sehr gut beschrieben. Eine Anleitung hierzu findet sich z.B. auf….
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ii) Schmerzmittel
Schmerzmittel zur Analgesie sind mittlerweile auch für uns unverzichtbar geworden. Ob man sich nun mit Kopfschmerzen herumplagt oder starken Zahnschmerzen – die Ursachen können viele sein. Deswegen ist auch die Anwendung eines einzigen Medikamentes nicht immer sinnvoll und indiziert. Während vielleicht gegen Kopfschmerzen das Allerheilmittel Aspirin (auch ASS) hilft, heißt dies noch lange nicht, dass es auch bei anderen Schmerzformen die gleiche Wirkung zeigt. Die Einnahme von Paracetamol sollte nicht unbedacht erfolgen. Wird innerhalb kurzer Zeit zu viel davon eingenommen, droht eine Schädigung der Leber. Von daher nehmen sie hier die Packungsbeilage am besten mit. Als weiterer, stärkerer Wirkstoff kommt Ibuprofen in Frage. Es wirkt stärker als die o.g. Präparate und wird von Patienten meist gut vertragen.
Grundsätzlich sind Schmerzmittel für die vorübergehende Schmerzlinderung vorgesehen. Eine längere oder überdosierte Einnahme hat eine Schädigung von Organen (v.a. Nieren und Leber, auch Magenschleimhaut wird gereizt) zur Folge. Suchen Sie daher einen Arzt auf, wenn die Schmerzen nicht nachlassen.
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c) Elektrolyte / Vitamine zur Stärkung
Zu unserer Reiseapotheke gehören ohne Ausnahme auch Vitaminpräparate. Erfahrungsgemäß kann der Bedarf an notwendigen Vitaminen auf Trekkingreisen nicht ausreichend gedeckt werden, weil die Nahrungseinnahme meist monoton und weniger abwechslungsreich erscheint. Deswegen ist es umso wichtiger, den täglichen Bedarf an Vitaminen durch Pulverzusätze oder Vitamintabletten zu decken.
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aa) Magnesium
Falls Sie schonmal Muskelkrämpfe (beim Wandern meist Waden, Oberschenkel) hatten, wissen Sie, wie unangenehm das sein kann. Dem können sie vorbeugen, indem sie erstens viel trinken und zweitens zusätzliche Magnesium Brausetabletten im Wasser lösen und dann trinken. Dies sollten sie je nach Beanspruchung 1 mal täglich durchführen.
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bb) Folgen einer Elektrolytverschiebung
Folge einer Elektrolytverschiebung ist oftmals der im Volksmund bekannte „Kreislaufkollaps“. Symptome hierfür sind Schwarzsehen, Schweißausbruch und allgemeine Schwäche, weiche Knie. Sollten Sie eines dieser Symptome bei sich oder ihren Mitreisenden beobachten, ist vowiegend die Schocklage die richtige Methode, dem Herzen wieder genügend Blut zuzuführen. Dazu müsste sich der Betroffene hinlegen und die Beine nach oben gehalten werden, ggf. kann ein Mitreisender durch Halten beider Beine nach oben auch helfen. Hat der Vorfall keine tiefgründigen Ursachen, werden Sie mit viel Trinken wieder schnell auf die Beine kommen. Unterschätzen Sie jedoch nicht ihren Körper und legen eine Pause ein, damit sich ihr Zustand und vor allem der Kreislauf wieder stabilisiert. Entgegen unserer Ausführungen wird in der heutigen Erste-Hilfe-Ausbildung bei der o.g. Symptomatik nicht unbedingt die oben beschriebene Schocklage empfohlen. Grund hierfür ist, dass Symptome wie Schweißausbruch, Schwarzsehen, Blässe usw. auch bei anderen Notfälle im Kopf oder in der Brust auftreten und die Schocklage diesen Zustand nciht unbedingt verbessern würde. Von daher wird empfohlen, den Betroffenen bei Auftreten der Symptome komplett flach zu lagern. Bei einer solchen Lagerung würde der Betroffene zwar langsamer zu sich kommen, andere Organe aber nicht durch eine mögliche Falschlagerung zusätzlich beeinträchtigt. Aufgrund der verschiedenen Schockarten, die für den Laien schwer erkennbar sind, schließen wir uns der derzeitigen Lehre an.
2. Rucksack
-Auswahl u. Größe
S

1. Schlafsack
- Auswahl & Größe
2. Schuhe
- Auswahl
- Pflege
3. Shirts
4. Socken
T
1. Tools
- Messer
- Zange
W
1. Winterausrüstung
Z

1. Zelt
Generell sollte ein Zelt immer trocken aufbaubar sein, d.h. das Gestänge muss in oder an der äußeren Fly/Plane/Hülle verlaufen. Eine große Apside ist immer von Vorteil weil es einfach gemütlicher im Inneren ist ohne überall Schuhe, Rucksack etc. rumliegen zu haben. Was uns aufgrund der Körpergröße und zur Schonung der Wirbelsäule auch immer am Herzen liegt ist die Zelthöhe, alles über einem Meter ist angenehm. Die Wassersäule von Boden und Plane sollte 5000 bzw. 3000 nicht unterschreiten sonst kann es mal nass werden. Zelte die nicht beim Üben in 2-3 Minuten stehen, stehen bei starken Wind und Regen nicht in 10 Minuten. Zwei Eingänge sind ganz nett. Bei den Heringen sollte man immer verschiedene Formen mitnehmen. Wer schon mal versucht hat einen Rundprofil im Sand zu versenken weiß was gemeint ist. Sonst ist zu sagen, dass bei längeren Reisen lieber ein Mann mehr bei der Zeltgröße eingerechnet werden sollte, außer man hat eine große Apside.

